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Fraktionen wünschen sich Defibrillatoren an Sportplätzen und -hallen

Eine Frage von Leben und Tod

Lengerich

Geht es nach den vier Lengericher Ratsfraktionen, würde es künftig an allen Sportplätzen, Sporthallen und öffentlichen Plätzen in der Stadt Defibrillatoren geben. Sechs gibt es bereits, allerdings an Standorten, an denen sie nur während des Tages, also beschränkt zugänglich sind.

-jb-

Die sechs bis dato in der Stadt installierten Defibrillatoren sind nur während der Öffnungszeiten der Institutionen, in denen sie hängen, zugänglich.

An den Sportplätzen, Sportplätzen und öffentlichen Plätzen der Stadt müsse es dringend automatisierte externe Defibrillatoren (AED) geben, um im Falle des Falles Menschen, die einen plötzlichen Herzstillstand erleiden, helfen zu können, finden die Fraktionen von SPD, CDU, Bündnis 90/Die Grünen und FDP. Sie hatten die Verwaltung daher in einem gemeinsamen Antrag beauftragt, solche lebensrettenden Geräte bereitzustellen. Tatsächlich gebe es in der Stadt bereits sechs registrierte Defis, berichtete Bürgermeister Wilhelm Möhrke und betonte, dass es ihm nicht um 18 000 Euro gehe. In Relation zu einem Menschenleben spielten diese sicherlich keine Rolle. Verglichen mit umliegenden Kommunen sei die Stadt Lengerich damit gut versorgt. Vor diesem Hintergrund, aber auch angesichts des erheblichen Betreuungsaufwandes, Anschaffungs- und Folgekosten empfehle die Verwaltung, keine weiteren AEDs in Lengerich bereitzustellen. Nach Rücksprache mit der Lengericher Rettungswache, die für den längsten im Stadtgebiet anzufahrenden Rettungsweg maximal acht Minuten benötige, sei die Hemmnis, ein solches Gerät tatsächlich zu benutzen, sehr groß. Das bestätigte Rüdiger Kipp, Leiter der Feuer- und Rettungswache, der es bis dato nicht erlebt hat, dass ein AED von Laien eingesetzt worden wäre. Wichtig sei, dass etwas gemacht werde, verwies Kipp auf die Bedeutung von Herz-Lungen-Wiederbelebungsmaßnahmen, die ein Defibrillator nicht ersetzen könne. „Wir sprechen hier nicht oft über Fragen von Leben und Tod, eher über Klein-Klein“, bemerkte Andreas Kuhn (SPD). Seine Fraktion halte AEDs in Nähe der Sportgelände für dringend erforderlich, auch wenn das mit Mehrkosten verbunden sei. Die Vertreter der übrigen Fraktionen sahen das ähnlich. Auch Stadtsportverbandsvorsitzende Karin Hilgemann betonte: „Das ist Sicherheit für unsere Sportler.“ Sie unterstütze daher den Antrag der Fraktionen.

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