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„Das Lädchen“-Betreiberin zieht positive Zwischenbilanz

Eine Pionierin in der Fußgängerzone

Lengerich

Im März wurde erstmals in Lengerich eine Geschäftsansiedlung über das „Sofortprogramm zur Stärkung unserer Innenstädte und Zentren in Nordrhein-Westfalen“ des Landes ermöglicht. Das mindert für Händler, die sich neu ansiedeln, für einen bestimmten Zeitraum die Miete. Bei Sandra Witte sind es zwei Jahre. Ihr Zwischenfazit fällt positiv aus.

-mzb-

Sandra Witte bietet in ihrem Geschäft Artikel für Kinder bis sechs Jahre an. Foto: Paul Meyer zu Brickwedde

Natürlich ist nicht alles genauso gekommen, wie es Sandra Witte erwartet hatte. Dass Senioren – wohl in der großen Mehrzahl Großeltern – unter der Kundschaft stärker vertreten seien als junge Eltern, sei schon überraschend, sagt sie mit einem Lächeln. Doch nachdem sie nun seit einem dreiviertel Jahr „Das Lädchen“ in der Bahnhofstraße betreibt, zieht die Brochterbeckerin ein positives Zwischenfazit vom Dasein in der Fußgängerzone.

Anfang März war sie so etwas wie eine Pionierin. Erstmals in Lengerich wurde eine Geschäftsansiedlung über das „Sofortprogramm zur Stärkung unserer Innenstädte und Zentren in Nordrhein-Westfalen“ des Landes ermöglicht. Das mindert für Händler, die sich neu ansiedeln, für einen bestimmten Zeitraum die Miete. Bei Sandra Witte sind es zwei Jahre.

Aus Gesprächen mit Kunden weiß sie, dass mancher von diesem Modell erfahren hat. Doch nicht jeder sei wirklich im Thema, so die Geschäftsfrau. „Es wurde schon gesagt, dass es ja schade sei, dass ich im März – also nach einem Jahr – wieder schließe.“ Davon kann keine Rede sein. Die Förderung geht über zwei Jahre, und danach will Sandra Witte auch ohne Landeshilfe weiter ihre Artikel für Kinder bis sechs Jahre in dem Geschäft in der Fußgängerzone an den Mann, die Frau und das Kind bringen.

Sie habe durch den Umzug von Münster nach Lengerich unter anderem erheblich an Stammkunden gewonnen, mache gute Geschäfte mit Gutscheinen. Und viele Lengericher lobten, dass es in dem Segment „endlich wieder etwas Vernünftiges in der Stadt gibt“. In der Summe lässt das die dreifache Mutter optimistisch in die Zukunft schauen.

Was ihr indes auch aufgefallen ist und worüber sie sich wundert, ist der kritische Blick, mit dem viele Lengericher auf ihre Stadt blicken. Sie habe ein positives Bild von der Kommune bekommen, versichert die Brochterbeckerin und verweist beispielhaft auf die Kaufkraft, die vorhanden sei. Und sie zeigt sich sicher, dass in der Innenstadt neue Geschäfte eine Chance haben, „wenn die Idee gut ist“.

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