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Feuerwehren Lengerich und Ladbergen müssen mehrere Brände löschen

Eine „typische Silvesternacht“ mit kleineren Einsätzen

Tecklenburger Land

Andreas Glünz von der Kreispolizei spricht von einer „typischen Silvesternacht“ mit mehreren kleineren Einsätzen. Auch die Feuerwehren konstatieren, dass trotz der großen Anzahl an Feuerwerkskörpern, die den Himmel erleuchteten, vergleichsweise wenig passiert sei. Die Kameraden der Feuerwehren aus Lengerich und Ladbergen waren – während andere feierten – dennoch mehrfach gefordert.

-msm-

Der Himmel über Lengerich in der Silvesternacht wurde durch eine Vielzahl an Raketen hell erleuchtet. Foto: Detlef Dowidat

Derart viele Raketen wie in der Silvesternacht 2022 haben den Himmel im Tecklenburger Land schon seit Langem nicht mehr erleuchtet – darin sind sich Polizei und Feuerwehr einig. Passiert ist vergleichsweise wenig, ziehen die Verantwortlichen an Neujahr eine positive Resonanz. Für die Ehrenamtlichen der Feuerwehren Lengerich und Ladbergen gab es dennoch mehrere Einsätze.

Als eine „typische Silvesternacht“ bezeichnet Andreas Glünz von der Leitstelle der Kreispolizei die Vorkommnisse zum Jahreswechsel, zu denen die Kollegen im Kreisgebiet gerufen wurden. Ruhestörungen, leichtere Körperverletzungen benennt er die Delikte, in Folge derer es zu einer Mehrzahl an Platzverweisen kam. „Aber nichts Größeres.“

Für die Kameraden der Feuerwehr Lengerich begannen die Einsätze bereits in den frühen Morgenstunden des Silvestertags. Gegen 6.30 Uhr wurden sie zu einer brennenden Gartenhütte an der Antruper Straße gerufen, die sich in unmittelbarer Nähe zu einem Wohnhaus befindet. Ein Übergreifen der Flammen konnten die Kameraden verhindern.

Dieser Einsatz könnte ebenfalls auf Feuerwerkskörper zurückzuführen gewesen sein, wie die Vorkommnisse in der Nacht, vermutet Wehrführer Thorsten Budzinski. Nachdem die Kameraden gegen 23.20 Uhr zunächst einen umgestürzten Baum vom Südring räumen mussten, ging es gegen 1 Uhr zu einem Containerbrand an der Hölderlinstraße und gegen 2.20 Uhr zu brennenden Mülltonnen an der Lindenstraße. „Bedingt durch das schnelle Eingreifen ist es aber zu keinen größeren Schäden gekommen“, so Budzinski über die Einsätze, die rund 20 Kameraden forderten, während andere feierten.

Ähnliche Situation in Ladbergen: Wehrführer Andreas Keuer hat drei Einsätze für die 16 Helfer notiert. „Bis Mitternacht war‘s für uns ruhig, wenngleich im Dorf viel los war“, berichtet er. Gegen 1.50 Uhr wurden die Blauröcke dann zu brennendem Müll hinter einem Holzzaun an der Reuterstraße gerufen und entdeckten auf der Anfahrt in unmittelbarer Nachbarschaft zudem einen brennenden Holzzaun, der direkt an ein Carport angrenzte. „Wir konnten das Feuer jedoch löschen, ehe es auf das Carport und später womöglich auf das direkt angrenzende Wohnhaus übergreifen konnte. Außerdem haben wir die Autos noch rechtzeitig rausziehen können“, schildert er den nächtlichen Einsatz, dem sich gegen 2.40 Uhr ein weiterer an der Goethestraße anschloss. Dort stand ein rund drei bis vier Meter hoher Lebensbaum vor der dortigen Gaststätte in Flammen. Auch in Ladbergen blieb es jeweils bei geringen Sachschäden und der Vermutung, dass Feuerwerkskörper der Grund für die Einsätze waren.

Während Thomas Sundermann in Tecklenburg für die Wehr eine zu löschende Mülltonne am Silvestermorgen notierte, rückten die Kameraden in Lienen in den ersten Stunden des Neujahrstages zu einer technischen Hilfeleistung und die First Responder zu zwei Einsätzen aus. „Für uns war es eine recht ruhige Nacht“, konstatierte Eckhard Ehmann.

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