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Christian Schauerte ist neuer Kreiskantor und Nachfolger von Martin Ufermann

Er liebt, lebt und kann Musik

Tecklenburger Land

Lange Jahre ist Martin Ufermann Kreiskantor des evangelischen Kirchenkreises gewesen. Nun geht er in den Ruhestand. Sein Nachfolger steht fest. Es folgt Christian Schauerte.

Sabine Plake

Neuer Kreiskantor: Christian Schauerte ist Nachfolger von Martin Ufermann (links). Glückwünsche überbrachte André Ost (rechts), Superintendent des Kirchenkreises Tecklenburg Foto: Sabine Plake

„Spielen sie doch mal etwas Fröhliches zu ihrer Amtseinführung“, lautet die Bitte. Da setzt sich Kirchenmusikdirektor Christian Schauerte spontan an die Orgel und spielt einen improvisierten Walzer im Dreivierteltakt, einfach mal so. Das zeichnet ihn aus. Er liebt, er lebt, er kann Musik. Und deswegen wird er auch der neue Kreiskantor des Kirchenkreises Tecklenburg.

Am 16. Februar ist das vom Evangelischen Kirchenkreis Tecklenburg beschlossen worden, abgestimmt mit der Landeskirche. „Für uns war das keine Frage. Er muss der Nachfolger von Martin Ufermann werden“, sagt Superintendent André Ost im Gespräch.

Martin Ufermann, der in den Ruhestand geht, hatte das Amt seit 1994 inne, damals hieß es noch Kreiskirchenmusikwart. Da war es auch noch ehrenamtlich. Das hat sich im Lauf der Jahre geändert. „Das Amt ist aufgewertet worden“, sagt der Westerkappelner, auch weil man erkannt habe, wie wichtig es ist, die mehrheitlich nebenamtlichen Kräfte zu betreuen, zu schulen. Immerhin seien das circa 60 Kirchenmusiker im Kirchenkreis.

Das Amt sei wichtig, die Kirchenmusik habe Bedeutung. Der Kreiskantor berät, organisiert Fortbildungen, wirkt mit bei Stellenbesetzungen, nimmt an Visitationen teil, organisiert Kirchenmusikkonvente, fördert – auch den Nachwuchs – und so weiter. „Der weiß alles“ habe es oft geheißen, sagt Martin Ufermann. „Das tut er nicht, aber ich weiß, wo ich fragen kann.“

Zudem gab es Projekte wie Chortreffen, Klingende Kirche, Chorsonntag. Superintendent Ost jedenfalls ist sehr glücklich über die Entscheidung. „Martin Ufermann war die richtige Person. Und Christian Schauerte ist es auch. Die beiden können gut netzwerken.“ Sie hätten einen Draht zu Menschen. Von ihrem Können ganz abgesehen.

Ufermann ist jedenfalls sehr zufrieden. „Ich könnte mir keinen Besseren vorstellen.“ Die Zusammenarbeit sei immer freundschaftlich. Das sei unter Künstlern gar nicht mal so selbstverständlich. „Wir standen nie in Konkurrenz.“ Im Gegenteil. Immer wieder hätten sie „neue Projekte ausgeheckt“, damit Kirche lebendig bleibe.

Er erinnere sich noch an seinen Dienstbeginn 1999. Da wollte man die Stelle nicht voll besetzen, nur noch zu 75 Prozent. Die Spardiskussion war in vollem Gange. „Wir haben das Ruder in letzter Minute herumgerissen“, erzählt Ufermann. Vieles sei seitdem gewachsen. Und im Hinblick auf die vielen Aktivitäten seines Nachfolgers an dessen eigentlichem Arbeitsort stellt er lobend fest: „Was wäre Ibbenbüren ohne Christian Schauerte?“

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