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Cureus und Mediko feiern Richtfest für Seniorenresidenz

Eröffnung schon im Sommer 2022

Lengerich

Knapp ein Jahr nach dem Abriss der alten Druck- und Verlagsanstalt, ist am Montag auf dem Areal an der Schulstraße Richtfest für die neue Seniorenresidenz gefeiert worden. Schon im Sommer soll die Einrichtung, zu der auch ein Betreutes Wohnen und eine Tagespflege gehören, in Betrieb genommen werden.

Von Joke Brockerund

In schwindelnder Höhe verlas gemäß alter Tradition Zimmermann und Polier Alfons Thiemann den Richtspruch, um anschließend, wie es sich gehört, ein Schnapsgläschen zu zerschmettern.Architekt Jens Kalkmann vom Büro „K 25“Dirk Lorscheider, Geschäftsführer Mediko Kay Grünewald, Projektleiter der CureusSchlugen symbolisch mit eigens für den Anlass gravierten Richthämmern den letzten Nagel ins Gebälk (v.l.): Dirk Lorscheider, Geschäftsführung Mediko, Bürgermeister Wilhelm Möhrke, Kay Grünwald, Projektleiter der Cureus GmbH, Architekt Jens Kalkmann ( K 25) und MBN-Bauleiter Jörg Frühling. Foto: Joke Brocker

An den Glanz vergangener Tage, als hier die deutsche Fassung des Romans „Dr. Schiwago“ – und damit ein literarischer Welterfolg – gedruckt wurde, erinnerte nicht mehr viel, als vor gut einem Jahr Kleins Druck- und Verlagsanstalt an der Schulstraße abgerissen wurde. „Für Lengerich ist es ein großer Tag“, erinnerte Bürgermeister Wilhelm Möhrke am Montagmorgen anlässlich des Richtfestes für die Seniorenresidenz von Cureus und Mediko, an den Niedergang des alten Verlags-Gebäudes, um dann dem „zukunftsweisenden Projekt“ Senioren-Residenz einen ähnlichen Erfolg zu wünschen, wie er seinerzeit dem Boris-Pasternak-Roman beschieden war. Die Stadt sorge für die Infrastruktur, bemerkte Möhrke mit Blick auf teils kostspielige Sanierungs- und Neubaumaßnahmen – Beispiel Gesamtschule); und zeigte sich erfreut über das Engagement der privaten Investoren.

Zufrieden mit dem Baufortschritt sind Kay Grünewald, Projektleiter der Cureus GmbH, die als Eigentümer und Bauherr fungiert, sowie Dirk Lorscheider aus der Geschäftsführung der Mediko Pflege- und Gesundheitszentren GmbH, Betreiber der Seniorenresidenz. Wenngleich Materialknappheit, enorme Kostensteigerungen und die Corona-Pandemie die Arbeit nicht leichter machten, rechne er doch bereits für den kommenden Sommer, nach nur eineinhalbjähriger Bauzeit, mit der Eröffnung der aus zwei Gebäuden bestehenden Einrichtung. Ihm sei es im Übrigen, ebenso wie dem Architekten Jens Kalkmann (Büro „K 25“, Brinkmann & Kalkmann), wichtig gewesen, auch in Zeiten der Pandemie ein Richtfest zu feiern, um Tradition und Werte zu pflegen und handwerkliche Arbeit zu würdigen. Bereits im Februar sollen zwei Musterzimmer und ein Beratungsbüro für einen Mediko-Mitarbeiter fertiggestellt sein. Dort könnten sich dann potenzielle künftige Hausbewohner Zimmer anschauen und sich beraten lassen, erläuterte Dirk Lorscheider. Die Mediko Pflege- und Gesundheitszentren GmbH wird auf dem Areal an der Schulstraße neben einem Seniorenheim mit stationärer Pflege auch ein Betreutes Wohnen und eine Tagespflege betreiben. Bereits jetzt beginne die Mitarbeiterakquise, kündigte Lorscheider an. Gesucht würden Mitarbeiter für Pflege, Verwaltung, hauseigene Küche, Gebäudereinigung und Wäscherei.

Im Bau sind 80 großzügig geschnittene, barrierefreie Einzelzimmer mit jeweils eigenem Badezimmer für die stationäre Dauer- und Kurzzeitpflege. Ferner 39 Service-Wohnungen, die Tagespflege mit 18 Plätzen sowie eine Wohngruppe mit zehn Appartements für außerklinische Intensivpflege. Das Dienstleistungsangebot verteilt sich auf zwei Gebäude, die von einer Grünanlage umgeben sind. Generalunternehmer für das gesamte Projekt ist die MBN GmbH aus Georgsmarienhütte. Deren Niederlassungsleiter Carsten Völkerding dankte vor allem den Handwerkern, die keine „Schönwetter-Spieler“, sondern bei Wind und Wetter im Einsatz seien, und das unter derzeit erschwerten äußeren Bedingungen. Während es Zimmermann und Polier Alfons Thiemann überlassen blieb, in schwindelnder Höhe den Richtspruch zu verlesen, schlugen am Boden Kay Grünewald, Dirk Lorscheider, Bürgermeister Wilhelm Möhrke, Architekt Jens Kalkmann und MBN-Bauleiter Jörg Frühling symbolisch den letzten Nagel ins Gebälk.

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