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Patrick Sumner geht als Pastoralreferent nach Lünen

Erst Autos, dann Maschinenbau und am Ende Religionspädagogik

Lengerich

Seine dreijährige Assistenzzeit hat Patrick Sumner in Lengerich absolviert. Am Wochenende hat sich der 32-Jährige in Lünen vorgestellt. Dort wird er in St. Marien als Patoralreferent arbeiten.

-mek-

Patrick Sumner verlässt nach drei Jahren Assistenzzeit die katholische Kirchengemeinde Seliger Niels Stensen und geht als Pastoralreferent nach St. Marien Lünen. Foto: Bischöfliche Pressestelle/Ann-Christin Ladermann

Am Wochenende hat sich Patrick Sumner in der Pfarrei St. Marien in Lünen in den Gottesdiensten der Gemeinde vorgestellt. Der 32-Jährige hat in den vergangenen drei Jahren seine Assistenzzeit als Pastoralreferent in der Pfarrei Seliger Niels Stensen in Lengerich absolviert.

Für einige Menschen hört sich der Werdegang von Patrick Sumner ungewöhnlich an. Für ihn ist er selbstverständlich. „Das bin ich“, sagt der 32-Jährige. Nach dem Realschulabschluss machte der gebürtige Osnabrücker zunächst eine Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker, dann absolvierte er das Fachabitur und ein Maschinenbau-Studium. „Das habe ich nicht abgeschlossen. So manche Aussage der Lehrenden über die Berufsrolle eines Ingenieurs fand ich für mich sehr befremdlich“, gibt er zu.

So beschäftigte sich Patrick Sumner verstärkt mit dem Berufsbild des Pastoralreferenten. „Wir hatten in meiner Heimatpfarrei in Osnabrück ein tolles Seelsorgeteam, das mir als Vorbild diente. Auch während des Maschinenbau-Studiums war ich oft in der Heimat und habe den Beruf immer mehr für mich entdeckt“, blickt Sumner zurück.

Während eines Freiwilligen Sozialen Jahres (FSJ) reifte der Entschluss weiter und er begann, Religionspädagogik in Paderborn zu studieren. „Das war spannend. Ich habe in einer Wohngemeinschaft mit Studierenden aus verschiedenen Bistümern gelebt. Da habe ich mitbekommen, wie unterschiedlich die Strukturen in den Diözesen sind und wie gearbeitet wird“, berichtet er. So bewarb er sich unter anderem für die anschließende Ausbildung zum Pastoralreferenten beim Institut für Diakonat und pastorale Dienste in Münster und erhielt eine Zusage.

Besonders hat es ihm das Thema Kirchenentwicklung angetan. „Das interessiert mich. St. Marien in Lünen hat einen Pastoralplan, der mir sehr gut gefällt. Ich freue mich darauf, ihn gemeinsam mit den im November neu gewählten Gremien zu beleben und weiterzuentwickeln“, blickt Sumner in die Zukunft. Ihm ist es ein Anliegen, hinauszugehen und sich um die Menschen zu kümmern, die nicht in die Gemeinde kommen. „Jeder glaubt anders. Ich möchte etwas von innen bewegen. Das ist nicht einfach. Ich möchte die Menschen sprachfähig machen, damit sie über ihren Glauben sprechen und ihn weitertragen können“, betont er.

Während seiner Ausbildung hatte er ein Projekt geplant, um genau diesen Ansatz zu verfolgen. „Ich wollte Menschen in Glaubensfragen begleiten. Das ging dann wegen der Corona-Pandemie, die vieles undurchführbar gemacht hat, leider nur sehr punktuell“, sagt der Seelsorger. Nach seiner Beauftragung am 26. September in Münster wird Sumner in Lünen auch Beerdigungsdienste übernehmen. „Darauf freue ich mich und habe gleichzeitig viel Respekt vor der Aufgabe. Dieser Dienst ist ein wichtiges pastorales Feld“, sagt er und fügt hinzu: „Aber auch die Hauskommunion ist einer unserer Kerndienste.“

So habe er beispielsweise in Lengerich über einen längeren Zeitraum eine Frau begleitet. „Das ist sehr bereichernd. Zudem kommen bei dieser Aufgabe die Grundvollzüge der Kirche – also die Verkündigung, die Liturgie und der Dienst am Menschen – zusammen.“

Er selbst möchte seine erste Ausbildung nicht missen. Und das nicht nur, weil beide Großväter ebenfalls als Kfz-Mechaniker gearbeitet haben. „Ich könnte mir zum Beispiel vorstellen, gemeinsam mit Jugendlichen, die sich auf die Firmung vorbereiten, an einem Oldtimer zu basteln. Aber das ist noch Zukunftsmusik“, berichtet er.

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