Lengerich ist Modellstadt bei „Grün statt Grau – Gewerbegebiete im Wandel“

Erste Firmen sind mit im Boot

Lengerich

Nachhaltige Unternehmensflächen entwickelt, das ist Ziel von „Grün statt Grau“. Lengerich beteiligt sich als Modellstadt an dem bundesweiten Förderprojekt und hat bereits erste Firmen für diesen Ansatz begeistert.

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Ebenso bunt wie ökologisch wertvoll können Gewerbegrundstücke gestaltet werden. Die Stadt beteiligt sich an einem bundesweiten Projekt, das sich dieser Aufgabe verschrieben hat. Foto: Stadt Lengerich

Lengerich beteiligt sich als Modellstadt an dem bundesweiten Förderprojekt „Grün statt Grau – Gewerbegebiete im Wandel“. Im Fokus steht dabei die Entwicklung von nachhaltiger Unternehmensflächen. Mit einer naturnahen Begrünung von gewerblichen Grundstücken soll in Zusammenarbeit mit Firmen mehr Artenvielfalt, eine bessere Aufenthaltsqualität für die Mitarbeiter und mehr Klimaschutz erreicht werden.

Zum Paket gehört ein umfangreiches, kostenloses Beratungs- und Planungsangebot für die beteiligten Betriebe zur naturnahen Umgestaltung ihrer Flächen. Während einer Ortsbegehung mit Fachleuten der Umweltstiftung „Global Nature Fund“ werden die Gestaltungsmöglichkeiten des betreffenden Geländes aufgezeigt. Mit einem Ergebnisbericht erhält das Unternehmen schließlich Vorschläge zur naturnahen Geländegestaltung und zur Kombination mit dem Einsatz von Solarenergie oder umweltbewusster Mobilität.

Im Anschluss an die Erstberatung können sich die Firmen auch noch eine Detailplanung fördern lassen. Von Naturgartenfachplanern werden konkrete Pflanzpläne und Pflanzenlisten erstellt, sodass mit der Umsetzung einer naturnahen Geländegestaltung begonnen werden kann, informiert die Stadtverwaltung über das Projekt. Ihren Angaben zufolge haben bereits einige Firmen aus den Gewerbegebieten Lohesch und Antruper Esch das Angebot angenommen und sind in die Planung eines naturnahen Firmengeländes eingestiegen.

Eine nachhaltige Geländegestaltung einer gewerblichen Fläche bietet den Unternehmen einige Vorteile, heißt es weiter:

Durch eine naturnahe Gestaltung des Geländes wird die Biodiversität gefördert. Baumpflanzungen, Blumeninseln, Wiesen oder die Entsieglung von befestigten Flächen bieten Lebensraum für eine Vielfalt an Tier- und Pflanzenarten. Insbesondere Bienen und Wildbienen, Vögel und andere Insekten finden sich ein.

Naturnah gestaltete Eingangsbereiche und Plätze mit besonderer Aufenthaltsqualität im Grünen sorgen für ein positives Image, das Wohlbefinden der Mitarbeiter und ein entspanntes Naturerleben.

Eine Dach- und Fassadenbegrünung hat neben ihrem Beitrag zur Artenvielfalt auch eine positive Wirkung auf das Klima im Gebäude und das umgebende Gelände.

Kombinationen der Grünanlagen mit Abstellplätzen für Fahrräder, E-Ladesäulen oder PV-Anlagen können eingeplant werden.

Dabei ist eine naturnahe Gestaltung häufig auch weniger pflegeintensiv und spart damit Kosten ein.

Mehr zum Thema im Fachdienst Bauen, Planen und Umwelt der Stadt Lengerich ( 0 54 81/33-555 und 33-510) sowie unter www.lengerich.de/wirtschaft/gewerbeflaechen/nachhaltige-gewerbegebiete/

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