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Planungsausschuss

Verkehrssituation auf dem Niederlengericher Damm: Es bleibt wohl alles beim Alten

Lengerich

Lange stand der Niederlengericher Damm als Thema auf der Tagesordnung der Lokalpolitik. Es ging um die Frage, ob und wie die Verkehrssicherheit verbessert werden kann. Nun scheint die Debatte ein Ende gefunden zu haben. Vor Ort ändern wird sich wohl nichts.

-mzb-

An der Verkehrssituation auf dem Niederlengericher Damm wird sich wohl auch künftig nichts ändern. Einen Endausbau der Straße haben die Anwohner abgelehnt, eine Temporeduzierung ist nicht möglich. Foto: Michael Baar

Monatelang hat die Verkehrssituation auf dem Niederlengericher Damm Verwaltung und Lokalpolitik beschäftigt. Zunächst hatte SPD-Ratsmitglied Jürgen Peters das Thema auf die Tagesordnung gebracht; in der Folge wurden auch Anlieger im Rat vorstellig. Nun scheint das Kapitel abgeschlossen zu sein – und ändern wird sich wohl nichts.

Frank Lammert, Beigeordneter der Stadt, berichtete am Donnerstag im Planungsausschuss von einem Ortstermin der Verkehrskommission. Dem Gremium gehören Vertreter von Polizei, Stadt, Straßenbau- und Straßenverkehrsbehörde an. Drei Fragen hatten sie abzuarbeiten:

Ist es möglich Ortseingangsschilder aufzustellen? Nein, so der Tenor laut Lammert. Denn dafür braucht es laut Straßenverkehrsordnung eine geschlossene Bebauung und damit einhergehend innerortstypische Merkmale, wie etwa Hochborde. Das sei nicht gegeben.

Ist die Einrichtung einer Tempo-30-Zone möglich? Auch das beantwortete die Verkehrskommission mit einem Nein. Voraussetzung dafür wäre, dass es um einen Bereich innerhalb einer geschlossenen Ortschaft geht – was nicht der Fall ist. Eine Ausnahme von dieser Regel wäre möglich, wenn sich gehäuft Unfälle ereignen würden, die auf zu hohe Geschwindigkeit zurückzuführen sind. Auch das sei am Niederlengericher Damm nicht der Fall. Es gebe weder Auffälligkeiten hinsichtlich der Unfälle noch werde in dem Bereich überdurchschnittlich schnell gefahren, wie Messungen ergeben hätten.

Kann der Niederlengericher Damm für den landwirtschaftlichen Verkehr gesperrt werden? Der Landwirtschaftliche Ortsverein hat dazu laut Stadtverwaltung mitgeteilt, „dass für die Erreichbarkeit von landwirtschaftlichen Flächen eine Nutzung des Niederlengericher Damms notwendig ist“. Zudem, so die Verkehrskommission, wären für eine solche Maßnahme „zwingende besondere Umstände erforderlich“, die aber nicht vorlägen.

Die Verwaltung resümiert, dass für das Aufstellen von Ortseingangsschildern ein Ausbau der Straße erforderlich wäre. Das wiederum würde bedeuten, dass sich die Anlieger an den Kosten beteiligen. Das lehnt die Mehrheit offenbar ab. „Bis zum 31. Oktober haben sich 37 Grundstückseigentümer zu Ausbauplänen beziehungsweise Maßnahmen für eine Temporeduzierung geäußert. Die absolute Mehrheit (62 Prozent) hat sich ausdrücklich gegen einen Straßenendausbau ausgesprochen“, heißt es in der Sachdarstellung für den Planungsausschuss.

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