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Werkschau im Atelier von Mandir Tix

Exponate lösen Emotionen aus

Lengerich

Einen Großteil der Exponate hat Mandir Tix in den vergangenen zwei Jahren geschaffen. Während der Corona-Pandemie habe er sich künstlerisch mit Themen auseinandergesetzt, „die mich beschäftigt haben“.

Von Anne Reinker

Mandir Tix (rechts) im Gespräch mit Besuchern seiner Werkschau, zu der er einmal im Jahr auf sein Ateliergelände einlädt. Dabei zeigt er viele neue Werke (Bild links). Foto: Anne Reinker

Wer jedes Jahr die Werkschau von Mandir Tix besucht, kann feststellen: der Künstler hat die Inhalte seines Schaffens wieder einmal weiterentwickelt und neue Eindrücke thematisch in Stein, Holz und auf Papier umgesetzt. Offensichtlich wurde das bei seiner Ausstellung am Wochenende.

Das Waldstück, aus dem sich Mandir Tix auch schon mal Material für seine Skulpturen holt, trennt Wirtschaftsweg vom Ausstellungsgelände und scheint fast wie ein Tor zwischen Alltag und dem Außergewöhnlichen. Und mit Beginn der Lichtung stand der Besucher auch schon fast mittendrin in der Werkschau des Bildhauers. Hohe Figuren aus Stein und Holz begrüßten und luden direkt zum näheren Betrachten ein.

Ein Großteil der ausgestellten Exponate fertigte Tix innerhalb der vergangenen zwei Jahre. Und zwar zu „Themen, die mich beschäftigt haben“, erklärte der 61-Jährige, der auch Workshops anbietet. Einige seiner Stücke stellte er aus einer alten Eiche her. „Während dieser Arbeit bin ich Beuys begegnet“, beschreibt Mandir Tix den Prozess seiner Arbeit. Denn auch Joseph Beuys bezog die Eiche in sein künstlerisches Handeln ein.

Mandir Tix

Die Arbeit mit dem Holz, mit der sich Mandir Tix ebenfalls wie Beuys dem Thema Klima zuwandte, „hat mich das Jahr über getragen“, so Tix. In seinen Werken setzte er dies um und schlussfolgert daraus, „wie wichtig ein Zuhause ist, die Sehnsucht nach einem festen Platz.“

Unterschiedliche Emotionen lösen die Stücke aus: die Vögel aus Stein vermitteln Fröhlichkeit und Exotik, die hölzernen Werke ähnlich einer Ziehharmonika lassen dagegen das Gefühl einer Bewegungsgrenze aufkommen. Und die verschiedenen steinernen Blöcke, aus denen Mandir Tix kleine Häusersiedlungen ausarbeitete, können die Neugier wecken.

Und erst die Esel. Abstrakt verfolgte er sie in seiner Malerei, die er hauptsächlich im Winter ausübt, schon im vergangenen Jahr. „Sie faszinieren mich“, erklärte der Freischaffende. In seiner aktuellen Präsentation konnten die Besucher die Vierbeiner ganz anders, offensichtlicher erkennen. Warum Esel? „Die dürfen einfach so sein, wie sie sind“, sagte Tix. „Und sehen dabei noch cool aus.“

Die Besucher kommen ganz gezielt zu ihm, erzählt der Kreative. „Und lassen sich dann hier überraschen, was im vergangenen Jahr entstanden ist.“

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