Freundeskreis Indien spendet 3000 Euro

Finanzielle Unterstützungfür Pandemie-Bekämpfung

Lengerich/Sendenh...

Seit vielen Jahren unterstützt der Freundeskreis Indien die Menschen im südlichen Bundesstaat Kerala. Jetzt werden außer der Reihe 3000 Euro auf den Subkontinent geschickt. Damit sollen dringend notwendige Anschaffungen im Rahmen der Corona-Pandemie finanziert werden.

In der Diözese Kothmangalam werden Sets zur Verfügung gestellt, die bei der Bekämpfung der Pandemie helfen sollen Foto: Freundeskreis Indien

Indien gehört zu den besonders stark von der Corona-Pandemie getroffenen Staaten. Rund 350 000 Menschen sind bereits gestorben. Wie das ganze Land leidet auch der Bundesstaat Kerala erheblich unter der zweiten Covid-19-Welle. Nach Angaben des Freundeskreises Indien sind in der Diözese Kothmangalam allein in den Monaten April und Mai mehr als 200 Menschen an der Infektionskrankheit gestorben.

Die dramatischen Zahlen und Bilder haben den Verein mit Sitz in Lengerich und Sendenhorst spontan veranlasst, eine außerordentliche Spende von 3000 Euro für dringend notwendige Anschaffungen im Zusammenhang mit der Pandemie zur Verfügung zu stellen. Vorausgegangen war eine Kontaktaufnahme durch Pfarrer Anthony Kottackal aus Sendenhorst mit der Diözese. Der Freundeskreis unterstützt bereits seit 2006 Projekte in Kerala.

Dank des Engagements von Freiwilligen konnte die Diözese Kothmangalam in allen Gemeinden des Dekanats Covid-Kontrollräume eröffnen, um verschiedene Aktivitäten zu koordinieren. Einrichtungen wie Telemedizin, Beratung und Bestattungshilfe würden dort vermittelt, heißt es in einer Pressemitteilung. Außerdem seien in den Gemeinden Katastrophen-Gruppen gebildet worden, um betroffenen Familien auf vielfältige Weise zu helfen.

Die Diözese habe dem Katastrophenschutzteam bereits 150 medizinische Sets, bestehend aus Pulsoxymeter, Inhalator, Thermometer, Desinfektionsmittel und Gesichtsmasken, zur Verfügung gestellt. Mittellosen Patienten seien zudem direkt kostenlose Kits, die Medikamente und Nahrungsmittel enthalten, übergeben worden.

„Mit unserer Spende von 3000 Euro wollen wir nun den armen Familien weitere 300 Kits zur Überwachung ihres Gesundheitszustandes zur Verfügung stellen“, sagen Cäcilia Konermann und Christiane Thier, Vorsitzende und stellvertretende Vorsitzende des Vereins.

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