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Dr. Oliver Rothe wird neuer Pfarrer in Senden St. Laurentius

Freude auf die neue Aufgabe

Lengerich/Senden

Der gebürtige Lengericher Dr. Oliver Rothe wird im Oktober als neuer Pfarrer die Pfarrei St. Laurentius in Senden übernehmen. Vor acht Jahren ist der 47-Jährige zum Priester geweiht worden. Neben der Tätigkeit in Senden wird er mit 20 Prozent seiner Stelle als Richter am Kirchengericht des Bistums tätig sein.

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Nach dem Gespräch mit dem Seelsorgeteam und Vertretern der Gremien beginnt Dr. Oliver Rothe (Mitte) Ende Oktober seinen Dienst als Pfarrer in St. Laurentius in Senden. Foto: Pfarrei St. Laurentius

Dr. Oliver Rothe wird neuer Pfarrer in der Pfarrei St. Laurentius in Senden. Der 47-Jährige, gebürtig aus Lengerich, stellte sich dem Seelsorgeteam und den Gremien vor. „Es war ein gutes und konstruktives Gespräch. Wir können uns eine Zusammenarbeit gut vorstellen“, freut sich Oliver Rothe. Die Pfarreinführung ist am Sonntag, 24. Oktober, geplant.

Nach seiner Weihe vor acht Jahren war Rothe zunächst als Kaplan in St. Viktor in Xanten und ab 2017 als Kanonikus in St. Remigius in Borken tätig. „In den vergangenen drei Jahren habe ich parallel Kirchenrecht in Münster studiert. Im Sommer werde ich mein Lizenziatsstudium im kanonischen Recht abschließen“, informiert der Seelsorger. Dieses befähigt ihn dazu, als Richter am Ehegericht des Bistums Münster tätig zu sein.

Damit schließt Rothe an einen besonderen Weg an. Denn vor dem Entschluss, Priester zu werden, studierte er in Münster und in den USA Jura. Anschließend war er Rechtsanwalt in einer international tätigen Kanzlei in Düsseldorf, bis er sich 2007 dazu entschloss, Priester zu werden und das Theologiestudium in Münster aufzunehmen. „Ich habe es keinen Tag bereut.

Die Nähe zur Kirche habe immer sein Leben bestimmt. Nach erfolgreichem Studium und während seiner Anwaltstätigkeit sei immer wieder die Frage aufgetaucht, dass da tief drinnen noch etwas anderes sein musste. „Gott ließ mich nicht los“, hat er diese Gedanken gegenüber den WN vor seiner Priesterweihe beschrieben. Ich bin gerne Priester“, sagt Rothe über die Entscheidung. Mehr noch: „Priester zu werden war für mich ein Volltreffer.“ Seine Erfahrungen würden ihm auch in der Gemeindearbeit helfen. „Als Anwalt habe ich gelernt, wie sich Probleme lösen lassen und strukturiert zu denken.“

In den vergangenen Jahren hat er die Gemeindearbeit in Xanten und Borken intensiv kennengelernt. „Ich finde es wichtig, immer eine offene Tür zu haben und freue mich, wenn die Menschen sich bei mir willkommen fühlen“, schätzt er das Miteinander. Besondere Freude habe ihm auch die Jugendarbeit bereitet – sei es bei gemeinsamen Grillabenden, Besinnungstagen oder sportlichen Aktivitäten. Insgesamt sei er gern mit den Menschen unterwegs. „Ich habe unterschiedliche Angebote für verschiedene Gruppen gemacht, von denen sich auch Menschen angesprochen fühlten, die der Kirche nicht so nah stehen“, berichtet er. Ihm sei es ein Anliegen, Menschen für den Glauben und auch für die Kirche zu begeistern, „von denen wir uns entfernt haben. Das gelingt, wenn wir auf sie zugehen und sie ansprechen.“ Neben der Gemeinschaft bereite ihm eine ansprechend gestaltete Liturgie als Zentrum des Glaubens Freude.

Vor seiner neuen Aufgabe habe er großen Respekt. „Ich gehe mit einer unglaublichen Vorfreude in die Gemeinde und bin gespannt, das Team mit all seinen Charismen und Stärken kennenzulernen“, blickt Rothe in die Zukunft. Er wünsche sich, mit dem Team Ideen und Perspektiven für die Gemeinde zu entwickeln.

In seiner Freizeit ist der Seelsorger ein begeisterter Koch und Bäcker, der auch gern Sport treibt. „Und ich habe eine riesige Leidenschaft fürs Reisen. Sei es allein oder auch mit der Gemeinde zusammen“, sagt er. So sei er beispielsweise mit einer Gruppe aus Xanten auf einem Pilgerweg in Kalifornien unterwegs gewesen. „Reisen erweitert den Horizont. Man lernt andere Kulturen kennen“, begründet er seine Begeisterung.

Rothe wird künftig mit 80 Prozent seiner Arbeitszeit Pfarrer in St. Laurentius und mit 20 Prozent als Richter am Kirchengericht des Bistums tätig sein.

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