1. www.wn.de
  2. >
  3. Muensterland
  4. >
  5. Lengerich
  6. >
  7. Furioses Finale mit Blitz und Donner

  8. >

Deep in Moon im Soundgärtchen

Furioses Finale mit Blitz und Donner

Lengerich

Lob gab es für die Band Deep in Moon nicht nur vom begeisterten Publikum, sondern auch von Musikerkollegen. Das Konzert im Soundgärtchen endete mit einem Knalleffekt im Wortsinn – mit Blitz und Donner.

Die vierköpfige Band Deep in Moon mit Leadsänger Franz Leutert begeisterte bei ihrem Auftritt die rund 100 Gäste im Soundgärtchen. Foto: Thomas Halatermann/Soundgärtchen

Eineinhalb Stunden hatten Deep in Moon am Samstag das Soundgärtchen gerockt. Die vier jungen Musiker aus Leipzig lieferten ein begeisterndes Livekonzert und rissen mit ihrer Mischung aus überwiegend eigenen Songs und einigen rockigen Coverversionen das Publikum im vollbesetzten Soundgärtchen buchstäblich von den Sitzen. Doch mit der letzten Zugabe prasselten die ersten Regentropfen vom wolkenverhangenen Himmel, der punktgenau mit dem Schlussakkord der Band alle Schleusen öffnete und Zuschauer wie Band mit Blitz, Donner und Platzregen ein furioses Finale bescherte.

„Pure Energie – erst auf der Bühne, dann über der Bühne“, fasste ein Besucher das „fantastische Live-Erlebnis“ lachend zusammen. Wie überhaupt die meisten der rund 100 Gäste nach Angaben der Veranstalter das Wetterspektakel zum Schluss des Konzerts mit Humor nahmen. „Wir haben vermutet, dass Gewitter sei ein Spezialeffekt des Soundgärtchens und gehört mit zum Konzert“, scherzte ein glücklich grinsendes Paar. „Und irgendwie hat dieses außergewöhnliche Konzert ein so außergewöhnliches Finale verdient. Obwohl wir die Band gern noch länger gefeiert hätten. Sensationell!“

Tanzfläche im Soundgärtchen

„Total überrascht“, zeigte sich eine ältere Besucherin von Deep in Moon. „Die vier sind noch so jung und smart. Aber schon beim ersten Song hat’s mich gepackt. Diese Stimme – faszinierend!“ Gemeint war damit Leadsänger Franz Leutert, der – zwischen extrem cool und extrem emotional – alle musikalischen Genres beherrscht. Die sanfte Tour bei den ruhigen Songs wie „Thinking about you“ genauso wie die herausgeschrienen Rockhymnen wie bei der Cover-Version von „Are you gonna be my girl“ von Jet. Spätestens bei diesem Song hielt es einen Teil der Fans nicht mehr auf ihren Stühlen. Die große Freifläche im Soundgärtchen wurde kurzerhand zur Tanzfläche – coronakonform mit passenden Abständen zwischen den Tanzenden.

Ein besonderes Lob für Deep in Moon gab es von Musikerkollegen. Die beiden Singer-Songwriter von The Kogs, die in zwei Wochen im Soundgärtchen live spielen und „schon mal die viel gepriesene Atmosphäre schnuppern wollten“, waren sich einig: „Die Stimme ist herausragend, aber auch das musikalische Talent der Band ist sensationell. Pop, Rock, Indie, Swing, Funk, Jarr und hier und da eine Reggae-Linie – die Stücke sind vollgepackt mit überraschenden musikalischen Ideen, ohne beliebig zu werden. Gänsehautfeeling.

Musikalisch unterstützt wird Franz Leutert, der auch die Songs der Band schreibt, von Julian Richter (Gitarrist), Rosa Weber (Pianistin) und Jonas Jäkel (Schlagzeug). Alle vier – Durchschnittsalter knapp 20 Jahre – haben sich in ihrer Schule in Döbeln (Sachsen) kennengelernt und setzen nun die Anfänge als Schulband seit 2018 erfolgreich fort. Ihre Songs handeln von der Liebe, aber Deep in Moon setzen sich auch kritisch mit gesellschaftlichen Tendenzen auseinander. „Manchmal vergisst man zu leben in dieser schnelllebigen Zeit. Unsere Botschaft: Habt euch alle ein bisschen lieb miteinander. Das können wir alle gut gebrauchen“, so Franz Leutert am Samstag.

Wie hoch es mit Deep in Moon hinausgeht? „Demnächst kommt unsere erste EP heraus, dann schauen wir, wie erfolgreich wir mit unserer Musik sein können“, sagt Franz Leutert. Wenn es nach den beiden Soundgärtchen-Veranstaltern Iris Gottwald und Thomas Haltermann geht, steht dem Erfolgsweg der Band „bis zum Mond und wieder zurück“ nichts im Weg. „Soundqualität und Performance sind herausragend – mit ihrer Energie und Spielfreude haben sie das Soundgärtchen geflutet. Jetzt braucht es nur noch ein bisschen Glück für Deep in Moon, um ganz nach oben durchzustarten.“

Startseite