1. www.wn.de
  2. >
  3. Muensterland
  4. >
  5. Lengerich
  6. >
  7. Gefragter Nachwuchs

  8. >

Firma Upmeyer auf dem Ausbildungsmarkt gut aufgestellt

Gefragter Nachwuchs

Lengerich

„Alle Stellen, die wir besetzen wollten, haben wir besetzt“, sagt Henning Wochnik. Keine Selbstverständlichkeit in Zeiten, in denen Bewerber sich Ausbildungsstellen aussuchen können. Diese Herausforderung haben Upmeyer Haustechnik bislang gut gemeistert, so der Geschäftsführer.

Von Paul Meyer zu Brickwedde

Sechs neue Auszubildende hat in dieser Woche Upmeyer-Geschäftsführer Henning Wochnik (rechts) begrüßt. Foto: Upmeyer

Hat es einst Jahr für Jahr mehr Bewerber gegeben, die eine Lehre beginnen wollten, als freie Plätze für neue Azubis, hat sich das Blatt bereits vor einiger Zeit gewendet. Nun müssen sich Arbeitgeber bemühen, geeigneten Nachwuchs zu finden. Eine große Herausforderung für viele Betriebe. Bei Upmeyer ist es bislang offenbar gut gelungen, sie zu bestehen.

Auch mit Beginn des neuen Lehrjahrs hat Geschäftsführer Henning Wochnik in dieser Woche wieder sechs „frische“ Auszubildende im Betrieb begrüßt. In dem Unternehmen für Haustechnik warten auf sie Aufgaben im Büro, im Lager, im Handel oder im Handwerk. „Alle Stellen, die wir besetzen wollten, haben wir besetzt“, sagt der Chef.

Henning Wochnik, Upmeyer-Geschäftsführer

Trotz der Unsicherheiten, die Corona auch für Upmeyer mit sich bringt, sei es keine Frage gewesen, weiter konsequent, junge Leute in die Firma zu holen. 2020, als noch weniger abschätzbar war, welche Folgen die Pandemie mit sich bringen würde, haben sogar neun Auszubildende den Start ins Arbeitsleben an der Adresse Lohesch 24 gewagt. Henning Wochnik sagt, der Fachkräftemangel bleibe auf Sicht ein Problem für die Wirtschaft. Als Unternehmen müsse man sich dafür wappnen – am besten, in dem man beizeiten beginne, gute Arbeitnehmer für den Betrieb aufzubauen.

Bei Upmeyer gibt es seinen Worten zufolge ein festes System: Wer eine Ausbildung beginnt, bekommt die Garantie auf eine folgende Festanstellung gleich mitgeliefert. Dafür müssen Bewerber zunächst ein 14-tägiges Praktikum durchlaufen. Am Ende spricht Wochnik mit den Mitarbeitern, die sich um die Praktikanten gekümmert haben. Ist das Feedback positiv, steht dem Beginn einer Ausbildung nichts mehr im Weg. „Wichtig ist nicht zuletzt Teamfähigkeit“, nennt der Geschäftsführer eine der zentralen Voraussetzungen, die er erfüllt sehen will.

Bei Ausbildungsbeginn Garantie auf eine folgende Festanstellung

Oft ist bei Gesprächen mit Verantwortlichen zu hören, dass Bewerber nicht die nötigen Qualitäten mitbringen, sei es das schulische Wissen, sei es die Einstellung gegenüber der Arbeit. Sätze wie „Die jungen Leute wollen sich nicht mehr die Hände schmutzig machen“ sind zu hören. Das könne er für seine Bewerber nicht bestätigen , sagt Henning Wochnik. Allerdings habe er schon den Eindruck, dass viele, die ins Arbeitsleben starten wollen, nicht genügend über dessen Vielfalt wissen und auch nicht, was sie in dem von ihnen gewählten Job erwartet. Auch deshalb seien die Praktika wichtig.

Dass einige der Auszubildenden das Unternehmen nach der Lehre wieder verlassen, etwa um zu studieren, passiert auch bei Upmeyer. Das werde mit einkalkuliert, so Henning Wochnik. Die, die bleiben, werden weiterhin genug zu tun haben, zeigt sich der Geschäftsführer überzeugt. Der Materialmangel, von dem momentan vielerorts zu hören und zu lesen ist, sei nur ein temporäres Problem, von dem Upmeyer durch rechtzeitiges Auffüllen der Lagerbestände bislang nicht betroffen sei. Und die Geschäfte in der Branche liefen gut, daran werde sich auf absehbare Zeit kaum etwas ändern.

Also wird das Unternehmen weiter am Ball bleiben, um auch 2022 wieder neue Azubis begrüßen zu können. „Dafür muss man etwas tun“, betont Henning Wochnik, dass der bisherige Erfolg bei der Besetzung der Stellen kein Selbstläufer ist.

Startseite