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Veranstaltung anlässlich des Internationalen Frauentages

Gleichberechtigung im Fokus

Lengerich

Am 8. März war Internationaler Frauentag. In Lengerich gab es aus diesem Anlass eine Veranstaltung auf dem Marktplatz. Das Motto lautete „Wir halten Kontakt“.

Von Najlaa Bakrou

Irina Diener, Valentina Stelmach, Sozana Ghusal und Andrea Nahrendorf (von links). Foto: Najlaa Bakrou

Am Samstag hat auf dem Marktplatz eine Veranstaltung anlässlich des Internationalen Frauentages stattgefunden. Unter dem Motto „Wir halten Kontakt“ boten die Organisatorinnen der „Projektgruppe Frauen“ zusammen mit der kommunalen Gleichstellungsbeauftragten Andrea Balsmeier anregende Gespräche, musikalische Unterhaltung und Kreistänze aus verschiedenen Kulturen

„Vieles haben Frauen erreicht, aber sie sind noch nicht am Ziel“, sagt Bürgermeister Wilhelm Möhrke, „das alte Thema, das wir leider seit vielen Jahren haben, dass Frauen nicht so gut bezahlt werden wie Männer, ist ein Absurdum und eigentlich eine Schwäche unserer Demokratie. Ohne Frauen und Kinder gäbe es keine Zukunft.“

Es sei gut, dass so etwas auf die Beine gestellt werde, sagte eine Passantin über die Veranstaltung, „Frauen sind noch nicht gleichberechtigt.“ Was haben Frauen erreicht, was ist noch zu tun, um die vielbeschworene Gleichberechtigung endlich zu erreichen? Diese Frage stand immer wieder im Mittelpunkt. „Ich finde, wir Frauen sind auf einem guten Weg. Wir sind sehr emanzipiert, sehr selbstbewusst, gerade die jüngeren“, befand Elke Geretzki aus der Arbeitsgruppe. Es gehe aber auch immer wieder noch darum, den „Spagat“ zwischen Beruf, Familie und Haushalt zu schaffen. „Was ich gut finde, ist, dass heute die jüngeren Männer ein anderes Verständnis haben, im Haushalt mithelfen und den Frauen ermöglichen, dass sie sich engagieren und beruflich etwas erreichen können.“

Angelika Heitmann, seit vielen Jahren in der Projektgruppe, sprach über die grundsätzlichen Ziele: „Wir versuchen, das Selbstbewusstsein von Frauen zu stärken. Viele haben eine bessere Bildung als früher, aber es ist noch viel zu tun, damit sie gleichberechtigt sind.“ Bei der Frauenförderung gehe es unter anderem darum, Frauen in gute Positionen zu bringen „und sie nicht den Männern zu überlassen.“

Die Syrerin Sozan Ghuzal sah die Veranstaltung als Möglichkeit, Kontakte zu knüpfen. Ihrer Ansicht nach muss es nicht zuletzt mehr Kooperation zwischen Frauen verschiedener Kulturen in Deutschland geben.

Klare Aussagen kamen auch von Ilse Saatkamp, die die Veranstaltung auf dem Akkordeon musikalisch begleitete: „Dass Frauen einfach eigenverantwortlich und eigenbestimmt ihr Leben leben können, das ist noch nicht lange selbstverständlich. Das sollten wir bewahren. Und wir sollten weiter unsere Meinung sagen und uns den Mund niemals verbieten lassen.“

Menschen zusammenbringen, dass wollte auf dem Marktplatz Cathy Frenzel. Sie leitete die Kreistänze an: „Tanzen ist eine universelle Sprache“, sagte sie und fügte hinzu, dass so auch in einem kleinen Rahmen Gemeinschaft gefeiert werden könne.

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