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Wüstenei: Bagger rollen im neuen Baugebiet

Großes Interesse an Grundstücken

Lengerich

2,4 Hektar umfasst das Areal, auf dem in Kürze Eigenheime gebaut werden sollen. Die Nachfrage ist groß. Über 80 Prozent der Grundstücke sind bereits weg.

Paul Meyer zu Brickwedde

Derzeit sind Bagger und Radlader dabei, die Baustraße anzulegen. Foto: Paul Meyer zu Brickwedde

Bauland ist in Lengerich schon seit Längerem knapp. Insoweit überrascht es kaum, dass ein Großteil der Grundstücke, die zwischen Wüstenei und Eichendorffstraße zur Verfügung stehen, bereits verkauft sind. „80 bis 90 Prozent sind weg“, sagt der Mann, dem das meiste Land dort gehörte.

Seinen Namen möchte er nicht in der Zeitung lesen, Auskunft über den Stand der Dinge gibt er aber ausführlich. Auf dem 2,4 Hektar großen Areal tut sich bereits einiges. Schmutz- und Regenwasserleitungen seien verlegt, erzählt der Lengericher, der sich in Abstimmung mit den anderen Eigentümern vorrangig um das Organisatorische kümmert. Bagger und Radlader sind momentan dabei, die Baustraße zu errichten. In etwa vier Wochen soll dieser Arbeitsschritt abgeschlossen sein. Das Baugebiet wird von der südwestlichen Ecke aus erschlossen. Der Verkehr wird von dort in nordöstliche Richtung geführt, dann folgt eine Schleife, über die alle Grundstücke ihre Verkehrsanbindung erhalten. Direkt an der Zufahrt zu der neuen Siedlung entsteht zudem ein Regenrückhaltebecken. Weiter östlich davon trennt ein sehr breiter Grünstreifen das Baugebiet von der Straße Wüstenei.

Der Eigentümer sagt, er hoffe, dass die ersten Käufer noch in diesem Jahr mit dem Bau ihres Hauses beginnen können. Er verweist in diesem Zusammenhang aufs Baukindergeld, von dem einige nach Erhalt der Baugenehmigung 2020 noch profitieren könnten.

Zu denen, die sich bereits eines der rund 30 Grundstücke gesichert haben, gehören seinen Worten zufolge viele Familie mit Kindern und junge Paare. „Aber es sind auch ein paar Ältere dabei, die einen Bungalow wollen.“ Überwiegend würden Einfamilienhäuser gebaut, es sei aber auch möglich, dass ein oder zwei Doppelhäuser in der neuen Siedlung entstehen. Die Grundstücke seien meist circa 500 Quadratmeter groß.

Über die Klientel berichtet der Lengericher noch, dass es sich sicher zur Hälfte um Lengericher und Menschen aus der näheren Umgebung handele. Aber es gebe auch den ein oder anderen, der von weiter her komme – „zum Beispiel aus Bielefeld“ –, nun aber in die alte Heimat zurück wolle.

Auf Werbung für die Vermarktung habe man weitgehend verzichtet, so der Mann weiter. Die sei aber auch gar nicht notwendig gewesen. „Dass hier ein Baugebiet entsteht, hat sich schnell herumgesprochen.“ Es habe sogar Interessenten gegeben, „die wollten schon vor sechs, sieben Jahren ein Grundstück.“ Zudem verweist er auf eine Studie des Pestel-Institutes, die vor gut einem Jahr zusammen mit der Stadtsparkasse vorgestellt worden war. Zum einen kamen die Autoren zu dem Ergebnis, dass in Lengerich Wohnraum fehlt, die Rede war von 200 Wohnungen. Zum anderen empfahlen sie, bis 2025 jedes Jahr 100 Wohnungen zu bauen. Angesichts dessen, so der Lengericher, glaube er, dass es auch für die noch freien Grundstücke bald Käufer geben werde.

Wer sich für ein Grundstück im Baugebiet interessiert, kann sich an die Stadtverwaltung wenden, Fachdienst Bauen, Planen und Umwelt.

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