1. www.wn.de
  2. >
  3. Muensterland
  4. >
  5. Lengerich
  6. >
  7. Großteil fährt nicht zu schnell

  8. >

Niederlengericher Damm erneut Thema

Großteil fährt nicht zu schnell

Lengerich

Tempo 30-Zone, Ortseingangsschilder, Durchfahrtverbot für landwirtschaftliche Fahrzeuge? Anlieger haben etliche Ideen geäußert, Ob, und wenn ja, was umgesetzt wird, darüber befindet zunächst die Verkehrskommission.

-mba-

Wie hoch ist die Verkehrsbelastung auf dem Niederlengericher Damm? Eine Zählung brachte nun Aufschluss. Foto: Michael Baar

Anlieger des Niederlengericher Damms hatten sich wiederholt über die Verkehrsbelastung vor ihrer Haustür beschwert. Ob einer der Wünsche der Bewohner – Tempo 30-Zone, Ortseingangsschilder, Sperrung für landwirtschaftlichen Verkehr – in Erfüllung geht, bleibt erst mal offen. „Die Verkehrskommission wird sich mit dem Thema befassen und dann sagen, was zu tun ist“, teilte Holger Lange am Donnerstagabend im Ausschuss für Planung und Umwelt mit.

Was von einigen Anliegern offenbar anders empfunden wird als es die Zahlen hergeben, ist die Verkehrsbelastung. In der letzten Juni-Woche hat eine verdeckte Verkehrszählung am Niederlengericher Damm stattgefunden. „Durchschnittlich 483 Kraftfahrzeuge sind dort am Tag gezählt worden“, berichtete der Fachdienstleiter Straßenbau in der Stadtverwaltung.

Zudem halte sich der Großteil der Fahrzeugführer an die vorgegebene Höchstgeschwindigkeit von 50 Stundenkilometer (km/h). 85 Prozent der Verkehrsteilnehmer waren nicht schneller als 52 km/h, die ermittelte Durchschnittsgeschwindigkeit lag bei 42 km/h. Was Jürgen Peters umgehend veranlasste, auf die Sorgen der Anlieger hinzuweisen. „Es geht um die 15 Prozent, die zu schnell sind“, so der an der Straße wohnende Sozialdemokrat. „Und dafür wollen wir eine vernünftige Lösung.“

Ein Problempunkt aus Sicht der Anlieger ist schon gelöst worden. Die Routenführung des Jakobswegs ist vom Niederlengericher Damm genommen und mit dem „Westfälischer-Friede-Weg“ zusammengelegt worden. Der kreuzt den Niederlengericher Damm im Bereich Kuhdamm/In der Wildbahn.

Verkehrsberuhigende Maßnahmen? Holger Lange sieht da einen Ausbau als einzige Möglichkeit. Dazu würden eine grundhafte Erneuerung der Fahrbahn und die Einrichtung von Gehwegen gehören sowie das Anlegen von Baumscheiben als sogenannte Baumtore im Straßenraum im Abschnitt zwischen Kuhdamm und Poolweg. Grob geschätzte Kosten: 1,4 Millionen Euro.

Anteilig hätten sich die Anlieger daran zu beteiligen. Basis dafür ist eine Innenbereichssatzung für den Außenbereich, die aufgrund der Siedlungsstruktur am Niederlengericher Damm greift. Was Andreas Kuhn (SPD) umgehend zu der Frage veranlasste, ob nicht bei einer Innenbereichssatzung Ortseingangsschilder aufgestellt werden müssten? Eine Frage, die von der Verwaltung geprüft werden muss.

Der landwirtschaftliche Verkehr müsse differenziert gesehen werden, wandte eine Anliegerin ein, der Rederecht eingeräumt worden war. „Das sind überwiegend Lohnunternehmen, die da durchknallen.“ In dem Zusammenhang wies Rolf Oslage (CDU) darauf hin, dass die landwirtschaftlichen Fahrzeuge deutlich größer und damit schwerer geworden seien. „Wenn das alles noch mit den Treckern von früher gemacht werden müsste, gäbe es viel mehr Fahrten“, wandte der Mann vom Fach – er ist Landwirt – ein.

Startseite