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Aktion zugunsten des Gnadenhofs „Notfelle Kunterbunt“

Handarbeiten-Erlös für Flutopfer

Lengerich

Die Strick- und Häkelnadeln legen sie nur selten aus der Hand, Anke Tennigkeit-Ivens und Marion Pohl samt ihren Mitstreitern. Mit dem Erlös ihrer Handarbeiten wollen sie den Gnadenhof des Vereins „Notfelle Kunterbunt“ unterstützen, der durch das Hochwasser im Juli fast komplett zerstört worden ist.

-msm-

Land unter herrschte nach den Hochwasserkatastrophe auch auf dem Gnadenhof für Tiere in Randerath. Foto: Privat

Sie stricken Socken, Mützen und Schals, häkeln Stofftiere und nähen Körnerkissen. Aber nicht für sich oder die Familie, sondern um einen ehemaligen Bauernhof in Randerath im Kreis Heinsberg, auf dem ausgesetzte und misshandelte Tiere leben, mit dem Erlös aus ihrer Aktion zu unterstützen. Der Hof, auf dem rund 45 Schafe, Ziegen, Enten und Hühner, aber auch Schweine und Schildkröten sowie zahlreiche Katzen leben, war durch das Hochwasser Mitte Juli nahezu komplett zerstört worden.

Dass Anke Tennigkeit-Ivens, Marion Pohl und ihre acht Mitstreiter ausgerechnet für den Verein „Notfelle Kunterbunt“ handarbeiten, hat einen einfachen Grund: „Mein Mann kommt aus der Gegend. Wir haben schon am Wochenende nach dem verheerenden Unwetter und seitdem immer wieder Hilfsgüter ins Krisengebiet gebracht“, erzählt Anke Tennigkeit-Ivens. Dabei sind wir auf den Hof aufmerksam geworden.“

Sie wollen sich engagieren und verbinden das mit ihrem Hobby. Und so wird in Lengerich, Tecklenburg und Lienen, aber auch bei Freunden in Berlin und Herford gestrickt, gehäkelt und genäht, was das Zeug hält. „Sogar im Urlaub“, schmunzelt Marion Pohl, „haben wir zu dritt zusammengesessen und Socken gestrickt. Jede einen bestimmten Teil.“

Die Erzeugnisse geben die neun Frauen und ein Mann „gegen eine angemessene Spende ab“, wie Anke Tennigkeit-Ivens sagt. Bei ihr gibt es nicht nur Socken, Körnerkissen und Co., sondern auch weitere Informationen über das Projekt (01 73/66 92 537).

Dort dürfen sich alle melden, die Lust haben, den ehrenamtlichen Trupp bei seiner Arbeit für den guten Zweck mit Tatkraft oder Wollspenden zu unterstützen. Denn Anke Tennigkeit-Ivens, Marion Pohl und ihr Team haben neben dem Verein „Notfelle Kunterbunt“ noch ein weiteres Anliegen: Zu Weihnachten wollen sie im Ahrtal gestrickte Socken verschenken und den Menschen dort eine kleine Freude während einer schweren Zeit machen.

„Wir kümmern uns um Mensch und Tier“, nennt Anke Tennigkeit-Ivens das und hofft mit ihren Mitstreitern auf viele an Handarbeiten interessierte Mitstreiter für die Sockenaktion sowie Socken-Wollspenden.

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