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Sanierung der Fußgängerzone beginnt im Juni

In 20-Meter-Schritten zum Ziel

Lengerich

Im Juni soll die Sanierung der Fußgängerzone in Lengerich beginnen. Der erste Bauabschnitt, der vom Wapakoneta- bis zum Rathausplatz reicht, soll bis Ende Januar 2022 fertiggestellt werden. Begonnen wird, entgegen der ersten Aussagen, auf der Bahnhofstraße in Höhe Seilergasse.

Paul

Ab Höhe Seilergasse Foto: Paul Meyer zu Brickwedde

Im Juni, und damit einige Monate später als ursprünglich geplant, soll die Sanierung der Fußgängerzone in Lengerich beginnen. Das teilt auf Anfrage der WN die Stadtverwaltung mit. Der erste Bauabschnitt, der vom Wapakoneta- bis zum Rathausplatz reicht, soll bis Ende Januar 2022 fertiggestellt werden.

Begonnen wird allerdings entgegen der ersten Aussagen nicht am Wapakonetaplatz, sondern auf der Bahnhofstraße in Höhe Seilergasse. Von dort, so der Plan, rücken die Arbeiten in kleinen Schritten von jeweils 20 Metern gen Osten und so sukzessive zum Wapakonetaplatz voran. Ist dieses Teilstück erneuert – das soll Ende November/Anfang Dezember der Fall sein –, folgt die Etappe vom Rathausplatz bis zur Seilergasse. Die Pflasterarbeiten sollen immer von der Mitte ausgehend auf die Häuser zulaufen. Das gesamte System habe auch das Ziel, die Gewerbetreibenden so wenig wie möglich zu belasten. „Die Zugänglichkeit der Geschäfte soll weitgehend gewährleistet werden. Es kann aber vorkommen, dass für eine kurze Zeit Geschäfte nicht beziehungsweise über Bretterbrücken erreichbar sein werden“, berichtet Lengerichs Wirtschaftsförderer Jürgen Kohne.

Nachdem der Wasserversorgungsverband Tecklenburger Land (WTL) im Winter Wasserleitungen und Hausanschlüsse erneuert hat, ist nun eine Pause bei den Arbeiten entstanden. Kohne begründet das zum einen mit Schwierigkeiten durch die Corona-Pandemie, zum anderen mit der Ausschreibungsphase, die offenbar nicht so glatt gelaufen ist, wie es sich die Verantwortlichen erhofft hatten.

Einen Fahrplan für die Realisierung des zweiten Abschnitts von der Altstadt bis zum Bodelschwingh-Platz nennt die Verwaltung noch nicht.

Bei der Finanzierung des Millionen-Vorhabens profitiert die Kommune stark von Zuschüssen zur Städtebauförderung. Drei Anträge wurden gestellt und bewilligt, die jeweils eine 50-prozentige Übernahme der kalkulierten Kosten beinhalten. Und im Zuge der Corona-Finanzhilfen hat das Land für 2020 auch noch den 50-Prozent-Eigenanteil der Stadt übernommen.

Dank des ersten Antrags aus dem Jahr 2019 flossen 477 500 Euro nach Lengerich. Darunter sind zum Teil aber auch Mittel, die nicht unmittelbar die Sanierung der Fußgängerzone betreffen wie etwa die Einrichtung des Citymanagements, für die allein 245 000 Euro an Zuschuss kamen. Der Antrag 2020 sieht Ausgaben von rund 1,65 Millionen Euro für die Sanierung von Wapakonetaplatz und Bahnhofstraße inklusive Beleuchtung vor. Ein Betrag, bei dem die Stadt, wie beschrieben, keinen Eigenanteil zu tragen hat. Beim Antrag 2021 wird schließlich mit fast zwei Millionen Euro für die Neugestaltung der Altstadt und des Bodelschwinghplatzes gerechnet. In diesem Fall ist die Hälfte aus Eigenmitteln zu finanzieren.

In der Summe ergeben sich für die Sanierung der Fußgängerzone somit Kosten von etwa vier Millionen Euro. Hinzu kommen Ausgaben, die mittelbar damit zusammenhängen wie für das erwähnte Citymanagement, das in die Wege geleitete Fassadenprogramm oder „Begrünte Bewegungsräume“, die mit 300 000 Euro zu Buche schlagen. Ein konkretes Konzept liege für die noch nicht vor, erklärt Jürgen Kohne. Aber es werde definitiv angestrebt, an verschiedenen Stellen in der Innenstadt so etwas wie „kleine Ruheoasen“ zu schaffen.

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