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„Offensive“-Baustellen-Aktion stößt auf große Freude in den Kindergärten

Jede Schubkarre ein Unikat

Lengerich

Von 15 Schubkarren, die der Verein „Offensive Lengerich“ bislang für seine Aktion zur Verfügung gestellt hat, sind bereits 14 bunt gestaltet zurückgekommen. Das Ziel, die Fußgängerzone während der Umgestaltungsphase zu verschönern, rückt somit in greifbare Nähe. Nicht zuletzt Dank des Engagements vieler Kinder.

Von Mareike Stratmann

In Lengerich waren einige Kindergartenkinder künstlerisch aktiv und haben Schubkarren bemalt.. Foto: Detlef Dowidat

Gemalt und bemalt wird in Kindergärten bekannterweise eine ganze Menge. Aber Schubkarren? Nein, das ist auch für Sophie, Theresa, Henry, Jana, Lia und Maja neu. Die „Wasserzwerge“ des gleichnamigen DRK-Kindergartens haben sich aber gerne eingereiht in die Schlange derer, die auf Initiative der „Offensive Lengerich“ dafür sorgen, dass die Fußgängerzone im Zuge ihrer Umgestaltung in den kommenden Jahren nicht nur nach Baustelle aussieht, sondern dank bemalter und bepflanzter Schubkarren auch manch optischen Hingucker zu bieten hat.

Fische, Blumen, die Raupe Nimmersatt und ein Schmetterling: Die Zwerge, Frösche und Flöhe der „Wasserzwerge“ haben ganze Arbeit geleistet. Detlef Dowidat, zweiter Vorsitzender der „Offensive“, freut sich bei der Übergabe der Schubkarren 11, 12 und 13 über die entstandenen Kunstwerke. Und Einrichtungsleiterin Nina Haberkamp betont: „Das ist eine tolle Aktion. Wir haben sehr gerne mitgemacht.“

Was die Leiterin der „Wasserzwerge“ sagt, hat Detlef Dowidat in den vergangenen Tagen des Öfteren zu hören bekommen. So war die Freude über die Abwechslung auch in den Bären-, Löwen-, Luftballon-, Regenbogen- und Sonnenblumengruppen der AWO-Kitas Münsterstraße und Brandteich groß. Die Kinder hatten ihre Karren mit Motiven entsprechend ihrer Gruppennamen versehen und waren mit ihnen durch die Stadt zur Gempt-Halle gezogen. Klar, dass sie dadurch Aufmerksamkeit für die tolle Aktion der „Offensive“ erregten.

Da zudem die Nachwuchs-Künstler der AWO-Kindervilla und der Grundschule Hohne fleißig Hand anlegten, sind von 15 Karren inzwischen 14 zurück. Die letzte wird in den kommenden Wochen im Rahmen des Ferienprogramms des Jugendzentrums gestaltet.

Und wie geht‘s nun weiter? Die Schubkarren werden in den nächsten Tagen von Hartmut Grünagel bepflanzt. Dann werden sie in der gesamten Stadt aufgestellt, insbesondere nahe der Baustellenbereiche zur Sanierung der Fußgängerzone, die dieser Tage in Angriff genommen wurde, erklärt Detlef Dowidat. Er und seine Mitstreiter hoffen, dass die Kunstwerke viele interessierte Blicke auf sich ziehen und ein wenig Farbe in die triste Baustelle bringen werden. Und dass die kleinen Künstler mit Mama, Papa, Oma und Opa „ihrer“ Schubkarre einen Besuch abstatten werden, scheint schon jetzt sicher.

Für Sophie, Theresa, Henry, Jana, Lia und Maja war der Spaß jedenfalls groß – auch wenn der eine oder die andere dank der gut haftenden Farbe noch Tage später ein Andenken an die „Offensive“-Aktion auf der Haut hatte, wie die Erzieherinnen der „Wasserzwerge“ schmunzelnd bemerkten.

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