Impfaktion für Flüchtlinge und Obdachlose

Johnson & Johnson kommt zum Einsatz

Lengerich

Stadt und Kreis haben am Mittwoch eine Impfaktion für Flüchtlinge und Obdachlose organisiert. Zum Einsatz kam in den Räumen des örtlichen DRK das Vakzin von Johnson & Johnson.

Beim Impfstoff von Johnson & Johnson ist nur eine Spritze notwendig. Foto: Jonas Güttler/dpa

In Lengerich hat am Mittwoch eine Impfaktion für Geflüchtete und Obdachlose stattgefunden. Organisiert wurde sie von Kreis und Stadt. 26 Geflüchtete und acht als obdachlos geltende Personen erhielten in den Räumen des örtlichen DRK eine Spritze mit dem Johnson & Johnson-Vakzin.

Zur Verfügung stand indes mehr Impfstoff. Nach Angaben von Dirk Vietmeier, Leiter des Fachdienstes Soziales, waren im Vorfeld 81 Geflüchtete und zehn Obdachlose – alle 18 Jahre und älter – über das Angebot informiert worden, für 70 Personen seien dann Impfdosen beim Impfzentrum des Kreises geordert worden. Unter anderem sei bei der Abfrage von einigen mitgeteilt worden, dass bereits anderweitig Impftermine vereinbart worden seien.

Die „überschüssigen“ Dosen wurden nach den Worten von Vietmeier am Mittwoch an Mitarbeiter der Verwaltung sowie Familienangehörige und Bekannte verimpft. Dabei sei die Nachfrage größer als die noch zur Verfügung stehenden Mengen gewesen.

Auf Anfrage der Grünen teilt die Verwaltung weiter mit, dass die Bewohner in den Gemeinschaftsunterkünften von Sozialarbeiterinnen und Hausmeistern über die Möglichkeiten der Impfung und der Testungen informiert worden seien. „In den Unterkünften hängen Aushänge bezüglich der Impfung und der Testungen in verschiedenen Sprachen aus.“ Zur Versorgung mit Schutzmasken heißt es, dass seit Ende Februar „in regelmäßigen Abständen vor Ort in den Unterkünften und bei den persönlichen Vorsprachen der Geflüchteten an der Verwaltung OP-Masken sowie FFP2-Masken zur Verfügung gestellt“ werden. Seitdem würden auch über Kooperationspartner wie Arbeiterwohlfahrt und Tafel Masken verteilt.

Ob es weitere Impfaktionen für Geflüchtete in Lengerich geben wird, sei noch nicht abschließend entschieden, sagt Dirk Vietmeier. Denkbar sei, sobald das möglich wäre, ein Angebot für Unter-18-Jährige. Zudem erinnert er daran, dass es auch in Flüchtlingsunterkünften der Stadt Corona-Fälle gegeben hat. Die betroffenen Personen bräuchten somit keinen Impfschutz mehr.

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