Sternschnuppe warnt

Keine Spendenwerbung per Telefon

Lengerich

Spendenwerbung per Telefon? Habe es bei der Kinderkrebshilfe Sternschnuppe nie gegeben oder werde es auch nie geben, sagt Frank Derner mit Nachdruck. Und doch gibt es offenbar jemanden, der das im Namen des Vereins tut. Der Vorsitzende warnt davor.

Paul Meyer zu Brickwedde

Frank Derner ist erst seit Kurzem Chef im Vorstand der Sternschnuppe. Foto: privat

Vor Anrufen, mit denen um Spenden für die Kinderkrebshilfe Lengerich geworben wird, warnt der Vorsitzende des Vereins, Frank Derner. Am Mittwoch hätten ihm zwei Personen von entsprechenden Gesprächen am Telefon berichtet. „Eine war auch noch zufällig eine Bekannte“, so der Mann, der erst jüngst sein Amt bei der Sternschnuppe angetreten hat.

Die Bekannte habe ihn auch gefragt, ob sich möglicherweise mit dem Wechsel an der Spitze eine Änderung beim Werben um finanzielle Hilfen ergeben habe. Derner versicherte ihr und betont auch gegenüber den WN, dass es seitens der Kinderkrebshilfe noch nie „Bettelanrufe“ gegeben habe und auch nie geben werde. „Dass das gerade jetzt mit dem Personalwechsel passiert, ist wirklich super blöd.“

Gemeldet habe sich im Namen der Kinderkrebshilfe eine Frau, die „klares Deutsch“ gesprochen, aber keinen Namen genannt habe. Möglicherweise ging es der Unbekannten darum, an Bankdaten zu kommen. Denn, erzählt Derner weiter, sie habe angeboten, Kontoverbindungen aufzunehmen und dann einen festgelegten Betrag für die Sternschnuppe einzuziehen. „Als ich das hörte, dachte ich, das kann doch nicht wahr sein.“ Als sich abzeichnete, dass das Werben erfolglos bleiben würde, habe die Frau die Gespräche schließlich ziemlich schnell beendet.

Startseite