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Blagoja Ruvcheski zieht alte Tomatensorten groß

Köche mögen „Black Cherrys“

Lengerich

16 alte Tomatensorten zieht Blagoja Ruvcheski in zwei alten Gewächshäusern groß. Eine Erfolgsgeschichte – gleich im doppelten Sinn.

Blagoja Ruvcheski mit einem Körbchen, in dem sich die 16 Tomatensorten befinden, die er züchtet. Foto: Michael Baar

Über 20 Jahre sind die beiden Gewächshäuser nicht genutzt worden. Im vergangenen Jahr hat ihnen Blagoja Ruvcheski, gefördert durch Dr. Norman Sinclair und Thomas Braun, neues Leben eingehaucht. 16 alte Tomatensorten zieht er dort groß. Deren Ursprünge liegen über die Welt verteilt. Entsprechend vielfältig sind sie im Geschmack – und finden unterschiedliche Liebhaber.

Abnehmer wäre vielleicht die bessere Bezeichnung, denn Blagoja Ruvcheski hat sich mit den Tomaten auf den Weg in die Selbstständigkeit gewagt. „Ohne Norman Sinclair und Thomas Braun wäre das nie möglich gewesen“, erzählt er. Die beiden Verantwortlichen des Blumenhauses Braun an der Fritz-Reuter-Straße haben ihm mit den beiden Gewächshäusern erst die Chance gegeben, die Arbeitslosigkeit zu verlassen (WN berichteten).

Inzwischen zieht der gebürtige Mazedonier nicht nur Tomaten, sondern auch Spitzpaprika und Gurken in einem Gewächshaus groß. Auch dabei kommen nur Wasser und als Dünger Hornspäne zum Einsatz. Mit Erfolg, wie sich bei einem Blick in das Gewächshaus zeigt.

Aber nicht alles, was der 63-Jährige anpackt, wird zu einem Erfolg. Zwei Pflanzen „Black Choko“ scheinen auf seine Pflege nicht richtig anzusprechen. Dafür haben sich die „Black Cherrys“ zum Erfolgsschlager gemausert. „Die finden insbesondere bei Köchen großen Anklang“, erzählt Norman Sinclair. Damit benennt er den einen Pfad, auf dem die Tomaten vermarktet werden.

Für alle anderen, die Appetit auf eine alte Sorte, ein ausgeprägtes Aroma und Schärfe oder auch Süße haben, gibt es im Blumenhaus Braun eine große Auswahl. „Selbstpflücken ist auch möglich“, bestätigt Thomas Braun auf Nachfrage.

Blagoja Ruvcheski ist jedenfalls zufrieden. „Es ist gut angelaufen“, hofft er auf eine Fortsetzung seiner ganz persönlichen Erfolgsgeschichte.

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