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Stadtentwicklungskonzept

Konkrete Ideen und klare Kritik

Lengerich

Bis Mitte des Jahres soll das Stadtentwicklungskonzept vorliegen. Die Lengericher Bürger hatten unter anderem die Möglichkeit, online Kritik zu äußern und Ideen vorzustellen. Eine Zusammenfassung.

Paul Meyer zu Brickwedde

Mit Themen, die in Verbindung mit der Innenstadt stehen, haben sich vergleichsweise viele Bürger befasst. Foto: Stadt Lengerich

Zu den wichtigen Aufgaben, die sich Verwaltung und Politik für das neue Jahr auf die Fahnen geschrieben haben, gehört die Erarbeitung eines Stadtentwicklungskonzeptes. Bis Mitte 2017 soll es fertig sein und Antworten auf die Frage liefern, wohin es mit Lengerich in Zukunft gehen wird. Eingebunden werden dabei auch die Bürger der Stadt. Sie hatten unter anderem Gelegenheit, im Internet unter www.zukunft-lengerich.de Anregungen zu verschiedenen Themenfeldern zu geben.

Wer sich die Übersichtskarte mit den Einträgen anschaut, stellt schnell fest: Ein geografischer Schwerpunkt ist der Innenstadtbereich. Da findet sich beispielsweise diese Situationsbeschreibung: „Leider haben in den letzten Jahren immer mehr Ladengeschäfte geschlossen. Wenn man Samstag nachmittags durch die Fußgängerzone geht, ist diese wie ausgestorben. Verbindliche Öffnungszeiten für alle verbliebenen Geschäfte wäre schon von Vorteil. (. . .) Abends das gleiche Bild. Einzig und allein der Römer funktioniert. Ansonsten hat man kaum Möglichkeiten gemütlich, abends in der Fußgängerzone ein Bierchen zu trinken.“

Beim Rathausplatz gibt es Kritik an dessen Gestaltung („Betonwüste“) – ähnlich auch zum Bodelschwingh-platz – ebenso wie grundsätzliches Lob („ein wunderschöner Platz“) und die Anregung den Brunnen „Der Vorfall“ zu ersetzen durch einen Brunnen, „der an den historischen Margarethenbrunnen angelehnt ist“.

Allein 133-mal gelesen wurde der Beitrag „Kürzen der zu langen Fußgängerzone und neue Straßenführung. Zum Beispiel Verkehrsführung von der Gempt-Halle durch den unteren Teil der Bahnhofstraße. Die Seilergasse könnte bis zum Marktplatz Fußgängerzone werden. Hierdurch wird samstags der Marktplatz deutlich besser eingebunden in die Innenstadt. Das neu gestaltete Markt-Carree wird dadurch der neue Endpunkt der Fußgängerzone.“

Angesichts der immer wieder zu hörenden Aussage, dass Lengerichs Bahnhof zu abgeschieden ist, kommt die Idee, durch einen E-Bike-Verleih „eine flexible umweltfreundliche Anbindung zu realisieren“, wenig überraschend. Ein anderer Bürger meint gar, der Bahnhof solle an die Strecke der Teutoburger Wald-Eisenbahn (TWE) verlegt werden, zentrumsnah in Nachbarschaft zum Netto-Markt an der Bergstraße, aber damit auch abseits der Haupttrasse Münster-Osnabrück.

Im Gedächtnis geblieben sein dürfte manchem Leser auch ein Eintrag zum Canyon. Vorgeschlagen wird einen Investor für ein „Wellness-Aktiv-Urlaub-Hotel“ zu suchen. Als Standort würde sich der Bereich oberhalb des ehemaligen Steinbruchs anbieten, meint der Verfasser.

Ganz grundlegend äußert sich jemand anders: „Ich beobachte nun schon seit ein paar Wochen die Beteiligung der Lengericher Bürger an dieser Plattform. Wenn ich schätzen sollte, würde ich maximal auf 40 Personen tippen, die sich an diesem Dialog beteiligen. Von 23 323 Bürgern (Stand 2013) finde ich das leider ziemlich traurig, dass sich so wenige um die Zukunft von Lengerich Gedanken machen, oder ja vielleicht gar nicht von dieser Internetseite wissen. Hier sehe ich ganz klar die Verantwortlichen in der Pflicht, mehr an die Öffentlichkeit zu gehen.“

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