1. www.wn.de
  2. >
  3. Muensterland
  4. >
  5. Lengerich
  6. >
  7. Kreis arbeitet an einer Lösung

  8. >

Ab Januar keine BuT-Lotsen an Grundschulen

Kreis arbeitet an einer Lösung

Lengerich

Zum 1. Januar soll es an den Grundschulen keine BuT-Lotsen mehr geben. Das erfuhren die Mitglieder des Schulausschusses in der Sitzung am Dienstagabend.

-jb-

Sogenannte BuT-Lotsen standen Eltern und Kindern in den vier Lengericher Grundschulen bislang zur Seite, wenn es darum ging, das Bildungs- und Teilhabepaket (BuT) zu nutzen, das eine Reihe von Leistungen, darunter Schulausflüge, Klassenfahrten, Schülerbeförderung, Nachhilfeunterricht, Mittagessen in den Schulen und Teilhabe am sozialen und kulturellen Leben, etwa Mitgliedschaften in Sport- und Musikvereinen, bezuschusst.

Die BuT-Lotsen informierten, vermittelten Gutscheine und ebneten den Eltern den Weg zum Jobcenter. Zum 1. Januar 2022 soll es diese BuT-Lotsen an den Grundschulen nicht mehr geben, wie Jörg Hesselmann, Fachdienstleiter Schule, Sport und Kultur, am Dienstag im Schulausschuss berichtete. Sehr zum Entsetzen von Marion Krasting (Bündnis 90/Die Grünen), Gisela Marstatt, Leiterin der Grundschule Hohne, und Hartmut Grünagel (CDU), die sich einig darin waren, dass die Lotsen gerade für die Integrationsarbeit in den Grundschulen unverzichtbar seien und dass vor allem bildungsferne Familien eine Chance auf Teilhabe haben müssten.

Da müsse der Bürgermeister wohl mal Dampf beim Kreis machen, bemerkte Grünagel.

Bürgermeister Wilhelm Möhrke stellte klar, dass es sich mitnichten um eine Entscheidung des Kreises handele. Tatsächlich geht mit Übertragung der Zuständigkeit für die Schulsozialarbeit auf das Ministerium für Schule und Bildung – zuvor war das Ministerium für Soziales verantwortlich gewesen – eine Neuausrichtung der Schulsozialarbeit einher. Kommunalpolitiker seien daher gut beraten seien, sich mit ihren Parteien ins Benehmen zu setzen, bemerkte Möhrke.

Künftig wird es, wie Jutta Lindemann, stellvertretende Fachdienstleiterin Schule, Sport und Kultur, erläuterte, an den weiterführenden Schulen Schulsozialarbeiter geben. Der Kreis wisse allerdings um die Notwendigkeit der BuT-Lotsen an Grundschulen, mit deren Wegfall die BuT-Leistungen im Übrigen nicht entfielen, und arbeite zurzeit an einer Lösung. Etwas Spruchreifes, so Lindemann, gebe es dazu allerdings gegenwärtig noch nicht zu berichten.

Startseite
ANZEIGE