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Corona-Tests in der Fleischindustrie

Kreis wird in Lengerich aktiv

Lengerich

Arbeitsmigranten, die in der Fleischindustrie beschäftigt werden und in Lengerich untergebracht sind, waren am Dienstag im Fokus des Kreises. Eine größere Zahl Menschen ist, entsprechend den Vorgaben des NRW-Gesundheitsministeriums, auf das Corona-Virus getestet worden.

Paul Meyer zu Brickwedde

Das ehemalige Hotel Heckmann, in dem offenbar zahlreiche Arbeitnehmer aus Südosteuropa leben, war am Dienstag ein Ort, an dem getestet wurde. Foto: Paul Meyer zu Brickwedde

In Lengerich sind am Dienstag in größerer Zahl Menschen aus Südosteuropa auf das Corona-Virus getestet worden. Der Kreis kommt damit seiner Aufgabe nach, wie von NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann angeordnet, alle Arbeiter, die in der Fleischbranche beschäftigt sind, zu untersuchen. Ein betroffenes Objekt war das ehemalige Hotel Heckmann an der Lienener Straße, so ein Sprecher des Kreises.

Ehemaliges Hotel ist Migranten-Unterkunft

Allein in dieser Immobilie leben – legt man die an einem Briefkasten befindlichen Namen zugrunde – 51 Personen. Ob sie alle in Schlachtbetrieben arbeiten, vermochte der Sprecher nicht zu sagen. Bei den laufenden Maßnahmen werde in den Unterkünften aber ohnehin jeder Bewohner getestet, also unabhängig davon, ob klar sei, dass er oder sie in der Fleischbranche tätig ist oder nicht. Die Teilnahme an den Tests beruhe auf Freiwilligkeit. Die seit Samstag gemachten Erfahrungen seien sehr gut, die Kommunikation mit den ausländischen Arbeitnehmern, die meist nur wenig oder gar nicht Deutsch sprechen, gesichert.

Mit den Testergebnissen ist am Donnerstag zu rechnen. Gibt es positive Befunde, ist mit weiteren Konsequenzen zu rechnen. Zum einen dürfte dann eine Quarantäne anstehen. Zum anderen scheint es wahrscheinlich, dass die Behörden einige der getesteten Personen umquartieren würden, da die Wohnverhältnisse „in den Regel“, so der Sprecher des Kreises, nicht den Vorgaben entsprechen, die der Infektionsschutz nach sich zieht.

Wohnverhältnisse entsprechen oft nicht den Vorgaben des Infektionsschutzes

Ein solcher Schritt würde in Absprache mit der Stadtverwaltung geschehen. Die hatte dem Kreis bereits die beiden Adressen geliefert, die nun angefahren wurden. Und Mitarbeiter der Kommune waren, neben Polizei, Feuerwehr und Maltesern, auch vor Ort.

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