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Trotz Corona-Pandemie

Lengerich und Ladbergen mit sattem Plus bei der Vergnügungssteuer

Lengerich/Tecklen...

Die Vergnügungssteuer trägt nicht viel zu den kommunalen Haushalten bei. Die Corona-Pandemie hat im zweiten Quartal 2020 dafür gesorgt, dass die Einnahmen stark zurückgehen, hat das Statistische Landesamt ermittelt. Zwei Ausnahmen sind Lengerich und Ladbergen, wo die Einnahmen aus der Vergnügungssteuer im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gestiegen sind.

Michael Baar

Landesweit sind im zweiten Quartal 2020 die Einnahmen der Kommunen aus der Vergnügungssteuer zurückgegangen. Foto: dpa

Spielhallen sind für Kommunen eine Einnahmequelle. Allerdings trägt die Vergnügungssteuer, die für die Apparate gezahlt werden muss, nur unwesentlich zu den Einnahmen eines Ortes bei. In Zeiten von Corona erst recht – sollte man meinen.

Landesweit sind die Einnahmen im zweiten Quartal 2020 um über 50 Prozent zurückgegangen. Das hat das Statistische Landesamt IT NRW jetzt mitgeteilt. Statt 65,3 Millionen Euro wurden nur 31,8 Millionen Euro an die Kommunen abgeführt. Doch es gibt Ausnahmen unter den 396 Kommunen im Land. 54 von ihnen verzeichneten höhere Erlöse aus der Vergnügungssteuer.

Das trifft beispielsweise auf Lengerich und Ladbergen zu. Von April bis Juni nahm die Stadt mit Weitblick im vergangenen Jahr 43.947 Euro aus dieser Finanzierungsquelle ein. In diesem Jahr sind im gleichen Zeitraum 75.586 Euro an die Stadtkasse abgeführt worden. Ein sattes Plus von 72 Prozent, haben die Statistiker ausgerechnet. In den ersten drei Monaten des laufenden Jahres waren es lediglich 35.333 Euro, die von der Stadt als Einnahme verbucht wurden.

Einnahmen in Lengerich und Ladbergen widersprechen Landestrend

Erheblich kleiner fiel der Zuwachs bei den Einnahmen aus der Vergnügungssteuer in Ladbergen aus. Nach 38 729 Euro von April bis Juni 2019 waren es in diesem Jahr im genannten Dreimonatszeitraum 42.919 Euro, die als Einnahme in den kommunalen Haushalt eingegangen sind. Auffällig: In den ersten drei Monaten dieses Jahres lag der Betrag der Vergnügungssteuer mit 56.328 Euro deutlich über dem Wert, der in den drei folgenden Monaten verbucht wurde.

Von solchen Beträgen können die Stadt Tecklenburg und die Gemeinde Lienen nur träumen. Von April bis Juni ist im Erholungsort nicht ein Cent als Einnahme unter der Etatposition Vergnügungssteuer registriert worden. Von Januar bis März 2020 waren es läppische 179 Euro, die an die Gemeindekasse abgeführt worden sind. Auch im vergangenen Jahr waren die Erträge der Gemeinde aus dieser Einnahmequelle eher symbolisch: 198 Euro wurden für den Zeitraum April bis Juni 2019 verbucht.

In der Stadt Tecklenburg liegen die Einnahmen aus der Vergnügungssteuer immerhin im vierstelligen Euro-Bereich. 4494 Euro sind von Januar bis März 2020 in die Stadtkasse geflossen. In den drei darauf folgenden Monaten waren es mit 4276 Euro exakt 218 Euro weniger. Gegenüber den Monaten April bis Juni 2019 beziffert das Landesamt die Mindereinnahme der Stadt aus der Vergnügungssteuer auf 465 Euro.

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