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Vorlesewettbewerb am Hannah-Arendt-Gymnasium

Lilli Sundermann ist Schulsiegerin

Lengerich

Die Jury im Vorlesewettbewerb am Hannah-Arendt-Gymnasium war nicht zu beneiden, als sie am Montag einen Schulsieger ermitteln musste. Vier Klassensieger traten gegeneinander an. Am Ende waren sich die Juroren einig, dass Lilli Sundermann den Sieg absolut verdient hatte.

Von Joke Brockerund

Als Siegerin des Vorlesewettbewerbs am Hannah-Arendt-Gymnasium wird Lilli Sundermann (vorne, l.) die Schule im Wettbewerb auf Kreisebene vertreten. Klassensieger wurden Mattea Placke, Tim Patzak und Emil Heemann. Mit den Preisträgern freuten sich die Juroren (hinten, v. l.) Thomas Bongard, Günter Mond, Isabell Luther und Anna Volmary sowie der stellvertretende Schulleiter, Ulrich Gerling-Goedert, Schirmherr des Wettbewerbs. Foto: Joke Brocker

Lilli Sundermann aus der Klasse 6 D ist die beste Vorleserin des Hannah-Arendt-Gymnasiums (HAG). Nachdem ihre Klassenkameraden sie bereits zur besten Leserin der Klasse ernannt hatten, wurde sie am Montag von einer mit Deutschlehrern besetzten Jury in der Studiobühne des Gymnasiums als Schulsiegerin gekürt. Ganz unaufgeregt und mit angenehm ruhiger Stimme hatte sie, im Scheinwerferlicht auf der Bühne sitzend, ein Kapitel aus Enid Blytons „Fünf Freunde im Gruselschloss“ vorgelesen. In einer zweiten Leserunde hatte sie anschließend den sehr anspruchsvollen Fremdtext – einen Ausschnitt aus Daniel Defoes „Robinson Crusoe“ – gemeistert.

Wacker schlugen sich im Wettbewerb auf Schulebene auch Tim Patzak (6 C), Mattea Placke (6A) und Emil Heemann (6B), die sich über Jugendbuch-Klassiker als Belohnung freuten. Für Lilli Sundermann, die ebenfalls mit einem Buchpreis bedacht wurde, geht es nun in die nächste Runde. Sie wird das Gymnasium beim Vorlesewettbewerb auf Kreisebene vertreten. Normalerweise messen sich die Klassensieger der Lengericher Schulen im Vorlesewettbewerb bei einer öffentlichen Veranstaltung im Gebäude der Sparkasse. Wegen der Corona-Pandemie hatte der Wettbewerb im vergangenen Jahr allerdings erstmals digital stattgefunden. „Das hat nicht so gut funktioniert“, konstatiert Deutschlehrer Thomas Bongard. Weil sich die Realschule diesmal nicht am Wettbewerb beteiligte und auch die Gesamtschule keine Vorleser entsandte, hatte Bongard kurzerhand den Schulentscheid auf der Studiobühne auf die Beine gestellt, der nun de facto auch der Stadtentscheid ist.

Die Jurorinnen Isabell Luther und Anna Volmary sowie ihrer Kollegen Thomas Bongard und Günter Mond, der mit Fanfaren und in bester Gottschalk-Manier bewies, dass an ihm ein Showmaster verloren gegangen ist, bewerteten Lesetechnik, Interpretation und – bei den Wahltexten – die Textstellenauswahl. Punkte gab es für sicheres und flüssiges Lesen, eine deutliche Aussprache, ein angemessenes Lesetempo, die sinngemäße Betonung und Stimmlage, aber auch die lebendige Gestaltung des Vortrags. Mit geschlossenen Augen hatte Ulrich Gerling-Goedert, der als Schirmherr des Wettbewerbs fungierte und abschließend die Urkunden überreichte, den Vorträgen der Kinder gelauscht. Der stellvertretende Schulleiter attestierte den Vorleserinnen und Vorlesern später, dass es ihnen gelungen sei, ihre Zuhörer in die Handlung der ausgewählten Romane eintauchen zu lassen.

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