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Schlagabraum-Verbrennung: Stadtverwaltung will auf Befristung verzichten

Lockerung dank guter Erfahrungen

Lengerich

Schlagabraum – also jene Reste, die beim Roden anfallen – dürfen unter bestimmten Bedingungen verbrannt werden. Lengerichs Verwaltung erwägt nun, die Befristung der bestehenden regeln aufzuheben.

-mba-

Mit dem Begriff Schlagabraum gemeint sind die nach einer Rodung auf einer Fläche verbliebenen Biomasse-Reste. Sie dürfen unter bestimmten Bedingungen verbrannt werden. Foto: eb

Seit dem Jahr 2006 gibt es feste Regeln für das Verbrennen von Schlagabraum zwischen dem 15. Oktober und dem 15. März. Die sind alle fünf Jahre verlängert worden. Dank der guten Erfahrungen, so Martin Pogrifke, hat er jetzt dem Planungs- und Umweltausschuss vorgeschlagen, die Befristung auf fünf Jahre aufzuheben. „Schließlich können sie das jederzeit ändern“, warb der Fachdienstleiter Sicherheit und Ordnung um Zustimmung.

Eigentlich sind pflanzliche Abfälle grundsätzlich zu verwerten und der Stadt als öffentlich-rechtlichem Entsorgungsträger zur Verfügung zu stellen. Ausnahmen sind möglich aus kulturellen oder forstlichen Gründen. „Die Regelung, dass werktags Schlagabraum im Außenbereich unter Auflagen verbrannt werden darf, hat sich bewährt“, stellt Martin Po-grifke fest. Das gelte auch für die Anzeigepflicht, denn bevor das Streichholz an den Holzhaufen gehalten werden darf, muss das Ordnungsamt informiert werden. Von dort können auch Auflagen verhängt werden. „Die werden in der Regel beachtet, aber auch kontrolliert“, fügt er hinzu. Rund 50 Feuer werden der Verwaltung jährlich gemeldet.

Zu den Regeln, die eingehalten werden müssen, gehören unter anderem:

Ein Übergreifen der Flammen oder Funkenflug über den Verbrennungsort hinaus muss verhindert werden.

Der Schlagabraum darf nur in unmittelbarer Nähe zur Anfallstelle verbrannt werden.

Der Schlagabraum-Haufen darf maximal 3,50 Meter hoch sein.

Mindestabstände sind einzuhalten, unter anderem zu bebauten Ortsteilen (200 Meter), öffentlichen Wegeflächen (50 Meter) und befestigten Wirtschaftswegen (zehn Meter).

Um die Haufen muss ein 15 Meter breiter Ring von Schlagabraum und anderen brennbaren Stoffen freigehalten werden.

Andere Stoffe dürfen weder zum Anzünden noch zur Unterhaltung des Feuers genutzt werden.

Bei starkem Wind darf nicht verbrannt werden.

Das Feuer ist ständig von zwei Personen, davon eine über 18 Jahre alt, zu beaufsichtigen.

Ausreichend Löschmittel sind bereit zu halten.

Die Haufen dürfen erst unmittelbar vor dem Verbrennen zusammengetragen werden, wenn zu erwarten ist, dass Vögel und Kleinsäuger im Schlagabraum Unterschlupf suchen.

Die geplante Verbrennung ist mindestens drei Werktage vor dem vorgesehenen Termin beim Ordnungsamt in der Stadtverwaltung unter Angabe von Menge, Ort, Datum und Uhrzeit anzumelden.

Ein Verantwortlicher muss telefonisch erreichbar sein.

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