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Sternsingeraktion 2022: „Gesund werden – gesund bleiben. Ein Kinderrecht weltweit“

Maske, Abstand und Segen „to go“

Lengerich

Maske, Abstand und Segen „to go“ – so finden Sternsingeraktionen auch im Jahr zwei der Corona-Pandemie statt. Am Samstag holten sich viele Bürgerinnen und Bürger in St. Margareta den Segen „to go“.

Von Joke Brockerund

Insgesamt beteiligten sich 13 Kinder an der Sternsingeraktion 2022. Diese hier verteilten den Segen „to go“ am Samstag in St. Margareta, während zwei Kollegen mit Kaplan Ernst Willenbrink auf dem Wochenmarkt unterwegs waren.Die Sternsinger Klara, Roman, Max und Anthea verteilten am Samstagnachmittag in der katholischen Kirche St. Margareta Gottes Segen. Das Tragen der Masken war dabei Pflicht.  Jeder Besucher wurde von den Sternsingern mit dem Segensspruch empfangen. Foto: Joke BrockerMareike Stratmann

Verkehrte Welt auch im zweiten Jahr der Pandemie. Wieder einmal konnten die Sternsinger nicht durch die Straßen ziehen, um die Häuser und deren Bewohner zu segnen und mit geweihter Kreide die Segensbitte „Christus Mansionem Benedicat“ an die Türen zu schreiben. Auch den Bewohnern der Seniorenheime durften sie aus Sicherheitsgründen einmal mehr nicht den Segen bringen. Stattdessen waren katholische wie evangelische Christen aufgerufen, sich den Segen „to go“ bei den Sternsingern abzuholen. Corona-konform. Mit Maske, Abstand und Einbahnstraßen-System in der Kirche.

Insgesamt 13 Kinder aus sechs Familien waren am Samstag in die Gewänder der Heiligen drei Könige geschlüpft. Alle zwei Stunden wechselten die Teams, die zahlreiche Lengericherinnen und Lengericher in der Kirche St. Margareta bei stimmungsvoller Hintergrundmusik (am Nachmittag gab es sogar Live-Musik mit Julia Prigge und Kerstin Holtkamp) mit dem Sternsinger-Spruch begrüßten. Auch die Besucher des Wochenmarktes hatten Gelegenheit, sich bei einem Sternsingerteam und Kaplan Ernst Willenbrink den Segen „to go“ abzuholen.

Für ihn gehöre der Sternsinger-Segen einfach dazu, bemerkte ein Neu-Lengericher, der mit seiner kleinen Tochter, die den ersten Segen ihres Lebens prompt verschlief, in die Kirche gekommen war. Dass der junge Vater, der den Sternsingern eine großzügige Spende in die Sammelbox steckte, die für Caspar, Melchior und Balthasar bestimmten Süßigkeiten zu Hause vergessen hatte, nahmen die Sternsinger nicht übel. Es kämen schon genügend Süßigkeiten zusammen, befand auch eine Mutter mit Blick auf einen gut gefüllten Korb. Nach Abschluss der 30. ökumenischen Sternsinger-Aktion, die bei Brezeln und Kinderpunsch ausklang, suche sich jedes Kind Süßigkeiten aus, der Rest werde an die Tafel gespendet, berichtete Tina Gröll vom Orga-Team. Das sei übrigens auch ganz im Sinne der Kinder.

Von den Geldspenden – die Besucher zeigten sich großzügig und steckten vor allem Geldscheine in die Sammelbox – sollen in diesem Jahr Kinder in Ghana, Ägypten und dem Südsudan profitieren. Wie es um die Gesundheit, aber auch um die gesundheitliche Versorgung ihrer Altersgenossen in den afrikanischen Ländern bestellt ist, hatten die fünf- bis zwölfjährigen Sternsinger während der Vorbereitung auf diese große Solidaritätsaktion erfahren, die unter dem Motto „Gesund werden – gesund bleiben. Ein Kinderrecht weltweit“ stand.

Ein Film, im Internet abrufbar, zeigt, wie erkrankten Kindern in den afrikanischen Ländern geholfen wird und wie Kinder in Ländern, in denen es nur wenige Ärzte und medizinische Einrichtungen gibt, gesund bleiben können.

Tina Gröll hofft zwar, dass auch die Erwachsenen-Sternsinger im nächsten Jahr wieder von Haus zu Haus ziehen können, bemerkt allerdings, dass die Aktion auch ohne Pandemie-Hintergrund und trotz Mithilfe der evangelischen Schwestergemeinde kaum noch leistbar sei und wohl überdacht werden müsse, denn leider beteiligten sich immer weniger Kinder.

Die Segensaufkleber und die erläuternden Flyer mit der Info zum Spendenkonto gibt es in den nächsten 14 Tagen noch in den evangelischen Kirchen vor Ort, im Familienzentrum St. Margareta, bei Lotto & Zeitschriften Hermann Lütkeschümer (Kaufland), in den Restaurants „Mamma Mia“ und „Steakhouse Argentina“, beim Friseur Unnewehr, bei „Fashion Island“, „Tante Emma“, in der Tourist-Information, bei „Visavis“ und im „Café Famano“ der Ledder Werkstätten, in der Ost-Apotheke, der Fuchs-Apotheke, der Altstadt-Apotheke, der Gempt-Apotheke, der Falken-Apotheke und der Regenbogen-Apotheke. Dort stehen auch Spendendosen für die Aktion bereit.

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