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Fußgängerzone: WN-Aufruf findet starken Anklang

Mehr Grün ist der große Wunsch

Lengerich

Großes Echo gefunden hat der Aufruf der Westfälischen Nachrichten, Ideen und Meinungen zur geplanten Neugestaltung der Lengericher Fußgängerzone zu äußern. Ein Wunsch stand bei den vielen Äußerungen ganz oben: mehr Grün.

Paul Meyer zu Brickwedde

Grün, Sitz- und Spielgelegenheiten gibt es bereits in der Fußgängerzone. In den Stellungnahmen tauchte aber immer wieder der Wunsch auf, dass der Akzent künftig noch stärker auf diese Punkte gelegt wird. Foto: Paul Meyer zu Brickwedde

Der Eintrag im Internet-Lexikon Wikipedia enthält eine an sich recht simple Definition. Über Fußgängerzonen heißt es dort: „Die Straßenraumgestaltung ist an die Bedürfnisse des Fußverkehrs angepasst, durch ansprechende Oberflächengestaltung des Belages und Ausstattung mit Möblierung (Bänke, Beleuchtung, Brunnen und Bäume) wird eine gestalterische Wirkung erzeugt, die die Aufenthaltsqualität erhöht. Außerdem sind Fußgängerzonen oft gesäumt von Geschäften, Restaurants und Cafés.“ Doch was sich in Worten so leicht erklären lässt, ist in der Realität nicht zwangsläufig auch leicht umzusetzen. Das zeigt sich beispielhaft an den vielen Stellungnahmen, die Lengericher Bürger nach einem Aufruf der WN-Lokalredaktion zur geplanten Neugestaltung abgegeben haben.

Nimmt man die vielen Äußerungen als allgemein gültiges Meinungsbild, dann wollen die Lengericher vor allem eines: Dass in Zukunft mehr Grün in die Fußgängerzone einzieht. Dieser Wunsch wurde so oft wie kein anderer vorgetragen – und blieb unwidersprochen. Auch ein Mehr an Sitzmöglichkeiten und an Spielmöglichkeiten für Kinder gehört zu jenen Ideen, die immer wieder genannt wurden. Allerdings zeigen sich da schon erste Risse im einhelligen Meinungsbild.

So vertreten offenbar viele den Standpunkt, dass gerade an Kinder und Jugendliche gedacht werden sollte, wenn über ein Konzept für die Neugestaltung der Einkaufsmeile nachgedacht wird. Das geht hin bis zur Forderung nach einem Sandkasten. Jemand kommentiert dass allerdings lakonisch mit: „Der dann als Hundeklo genutzt wird.“ Und an anderer Stelle wird schlicht festgestellt, das Spielplätze in einer Fußgängerzone fehl am Platz sind. Ein weiterer Kommentar sieht zudem nicht Kinder und Jugendliche im Hintertreffen, sondern „unsere ältere Generation“.

Fahrradfahren ja oder nein? Auch das ist eine Frage, die in der Zukunftsdebatte auftaucht. Es wird einerseits darauf verwiesen, dass das in der Fußgängerzone zu gefährlich sei. Andererseits stellt jemand fest, dass sich per Drahtesel „die gesamte Fußgängerzone bequem nutzen“ lasse. Meinungen und Einschätzungen, die auseinander gehen, treten ebenfalls bei Grundsatzfragen zutage: Ist der Rathausplatz gelungen oder misslungen? Der eine nennt den Ort eine „trostlose Betonwüste“, der andere findet ihn „gut, wie er ist“.

Bei der Betrachtung der gesamten Fußgängerzone indes herrscht dann wieder Konsens. Gelobt wird die teils noch vorhandene alte Bausubstanz in Form von Fachwerkhäusern, doch alles in allem wird der Bereich zwischen Bodelschwingh- und Wapakonetaplatz momentan als „grau“ eingestuft.

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