Unternehmerfrühstück bei der Spedition Altevogt

Mit einem Anhänger fängt alles an

Lengerich

50 Jahre ist es her, dass die Firmenfarbe von Rot auf Gelb wechselte. Der Erfolgsgeschichte der Spedition Altevogt hat das keinen Abbruch getan. Davon berichtete Uwe Altevogt am Mittwochmorgen beim Unternehmerfrühstück in der Reparatur-Halle seines Unternehmens an der Berliner Straße.

Michael Baar

Uwe Altevogt (rechts) erläuterte beim Unternehmerfrühstück die Geschichte der Firma Altevogt und gab interessante Einblicke in den Alltag des auf Möbeltransporte spezialisierten Unternehmens. Foto: Michael Baar

Verantwortlich für den Farbwechsel war indirekt der Vater des Firmenchefs. Der hatte 1968 gemeinsam mit anderen inhabergeführten Transportunternehmen die DMS (Deutsche Möbelspedition) gegründet. Schon zuvor war Heinrich Altevogt Gründer der Transratio, der ersten Kooperation von Speditionen in Deutschland.

Was sicherlich für einige der rund 80 Teilnehmer neu war: „Das Auswärtige Amt ist einer unserer maßgeblichen Auftraggeber“, sagt Uwe Altevogt. Für sein Unternehmen ist und war Lengerich immer die Zentrale. Auch wenn in Ibbenbüren, Münster und Rheine, später in Osnabrück, Betriebsstellen gegründet wurden.

Gegründet wurde das Fuhrunternehmen am 23. Oktober 1926 vom Großvater von Uwe Altevogt. Nach dem Zweiten Weltkrieg kamen die Möbeltransporte hinzu. „Erst nur mit einem Möbelanhänger, der hinter unseren Opel Blitz gehängt wurde.“ In den 1950er- und 1960er-Jahren war die Firma noch sehr stark als Spediteur für Lengericher Unternehmen im Einsatz. Heute sind die Aufgaben über die ganze Welt verteilt.

Die Palette der Dienstleistungen reicht vom speditieren eines Sofas bis zu Objektumzügen. Das Beispiel, das Uwe Altevogt nennt, lässt die Zuhörer aufhorchen: Mit fünf Leuten sei innerhalb von vier Tagen eine Firma mit 540 Arbeitsplätzen verlagert worden. Nicht ungewöhnlich für die Lengericher sind Umzüge, die Deutschland nicht berühren, beispielsweise von Südkorea nach Belgien.

Auf dem Firmengelände unterhält die Spedition ein Lager, weitere Räume sind im Lohesch angemietet. Hinzu kommt ein Containerlager, das in Kürze nach Lengerich verlegt werden soll.

Die Spedition ist Mitglied in der Wirtschaftsvereinigung Steinfurt (WVS). „Diese Zusammenarbeit ist für kleinere Unternehmen sehr wichtig“, betonte Uwe Altevogt und schuf damit die ideale Überleitung zu Heiner Hoffschröer. Der WVS-Geschäftsführer stellte die Organisation vor, der derzeit 172 Firmen aus dem Kreis Steinfurt angehören.

Mit der Vorstellung der Kampagne „Grün statt Grau“ leitete Dr. Heide Heising zu einem anderen Thema an diesem Morgen über: nachhaltige Entwicklung von Gewerbegebieten. Eine „grüne Visitenkarte für ihre Firma“, so die Mitarbeiterin im Fachdienst Umwelt der Stadtverwaltung, schließe nicht aus, Einsparungen bei Kosten und Energie zu erzielen.

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