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Mitreißende Show der Tanzschule „DanceArt“

Mobbing und Liebe auf der Bühne

Lengerich

In zwei Vorstellungen wurde am Samstag über 500 Liebhabern des ausdrucksvollen Tanzes ein inspirierendes Erlebnis geschenkt, sodass sich die viele Vorarbeit der über 100 Tänzerinnen und Tänzer mehr als gelohnt hat.

Axel Engels

Kraftvoll, dynamisch, ausdrucksstark brachten die Akteure ihre Themen tänzerisch auf die Bühne und erreichten mit ihren Botschaften das begeisterte Publikum. Foto: Axel Engels

Erst im November 2017 hat Maike Recker die Schule für künstlerischen Tanz „DanceArt“ gegründet. Damit verwirklichte sie auch einen eigenen Traum, denn seit ihrer Kindheit nimmt Tanz einen zentralen Raum in ihrem Leben ein. Bereits nach kurzer Zeit konnten gleich zwei unterschiedliche Tanzshows einstudiert werden.

Am Nachmittag entführten die kleineren Tanzbegeisterten mit ihren lebendigen Darbietungen in die Welt von „Alice im Wunderland“. Am Abend ging es dann mit einem stilistischen Crossover aus Modern Dance, Hip Hop, Breakdance bis hin zu Contemporary und Elementen des klassischen Balletts weiter.

Schon beim ersten Beitrag „Joan of Arc“ der Hip-Hop- Jugend war die Stimmung im abgetrennten Teil der Gempt-Halle bestens, ging das Publikum begeistert mit. Auch in größeren Ensembles wie bei „Bringing the gap“ mit der Solistin Sophia Urlaub und rasantem Hip Hop sowie dem ausdrucksstarken „Social pressure“, immer passten die Choreographien perfekt zu den Tänzerinnen und Tänzern mit ihren verschiedenen Möglichkeiten. Da war im Vorfeld ganz sensibel gearbeitet worden und dies spürte man dann auch in den innovativen und interessanten tänzerischen Umsetzungen der jeweiligen Geschichten beziehungsweise Probleme.

Nach der Pause ging es mit einer eigens für und von der „L’motion Dance Company“ konzipierten neunteiligen Geschichte aus dem Leben der jungen Tänzerinnen und Tänzer weiter. Mobbing, Schule, Liebe, Freundschaft, Liebe und Rebellion wurden dabei mit unterschiedlichsten Stilmitteln umgesetzt, war man fasziniert von dieser facettenreichen Aufführung. Die meist kleineren Sequenzen waren durch einen gemeinsamen Spannungsbogen verbunden. Vom Handywahn bis zum Alltag auf dem Schulhof – solche Themen erlebte man bei dieser mitreißenden Tanzmatinee aus einer ganz individuellen Perspektive. Mit Esprit und Leidenschaft rissen die Akteure das Publikum mit, gestalteten das grandiose Finale als ein rasantes „Battle“.

Als erste abendfüllende Show war dies für eine noch so junge Tanzschule sicherlich ein gewagtes Experiment. Aber wenn man die Begeisterung des Publikums erlebt hat, dann wurden bei solch facettenreichen Tänzen die Erwartungen noch übertroffen.

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