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Zahl der Infizierten steigt auf 172 / Impfaktionen von Kreis und Stadt schnell ausgebucht

Neuer Corona-Höchstwert

Lengerich

Besorgniserregend ist die Entwicklung der Corona-Zahlen in Lengerich, die in dieser Woche neue Höchstwerte erreicht haben. Diese liegen weit über den Zahlen, die während der ersten Welle registriert worden waren.

Von PaulMeyer zu Brickwedde

Seit Anfang der Woche erreichen die Corona-Zahlen in Lengerich immer neue Höchstwerte. Am Donnerstag meldete der Kreis, dass es aktuell 172 Infizierte gibt (Stand 24. November, 18.30 Uhr). Das liegt weit über den Zahlen, die während der ersten Pandemie-Wellen registriert worden sind.

Auf welch hohem Niveau sich das Infektionsgeschehen in der Stadt derzeit abspielt, lässt sich auch beim Vergleich mit anderen Kommunen im Kreis erahnen. Mehr Infizierte gibt es momentan lediglich in Ibbenbüren mit 175 und Rheine mit 266. Rheine hat indes mehr als 75.000 Einwohner und Ibbenbüren über 50.000, Lengerich hingegen lediglich rund 23.600.

Während der ersten Welle im Frühjahr 2020 wurden in Lengerich im Maximum Mitte April 61 nachweislich Infizierte registriert. Zum zweiten Mal stark in die Höhe schossen die Zahlen im vergangenen Jahr kurz vor Weihnachten. 72 Menschen galten am 21. Dezember als Corona-positiv. Anfang März diesen Jahres stieg die „Pandemie-Fieberkurve“ erneut an, seinerzeit waren in der Spitze 59 Personen betroffen. Nach einer kurzen Phase der scheinbaren Entspannung ging es dann zum Monatswechsel erstmals in den dreistelligen Bereich. Der neue Spitzenwert lag nun bei 127, laut Kreis war das am 7. April der Fall. Und schließlich führte im September ein Corona-Ausbruch in einem Schlachtbetrieb in Georgsmarienhütte dazu, dass die Zahlen in Lengerich erneut über die 100er-Marke stiegen. Der Grund: Viele der Beschäftigten des Unternehmens leben in Lengerich.

Impftermine sind sehr gefragt

Ob es auch diese Entwicklung ist, die dafür sorgt, dass Impftermine offenbar wieder sehr stark gefragt sind? Fakt ist, dass alle Termine für die beiden Impfaktionen, die der Kreis in Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung Anfang Dezember in Lengerich organisiert, bereits ausgebucht sind. „Die waren rasend schnell weg“, sagt Ludger Dierkes, Leiter des Fachdienstes Zentrale Dienste bei der Stadt. Freigeschaltet gewesen seien die Angebote Ende vergangener Woche. Etwa 220 Personen können an den beiden Tagen in der Bonhoeffer-Realschule geimpft werden

Nach Angaben von Dierkes bemüht sich die Stadtverwaltung derweil, mit Kooperationspartnern weitere solch niedrigschwelliger Angebote zu schaffen. Entsprechende Anfragen, beispielsweise von Vereinen, habe es bereits einige gegeben. Ob das gelinge, sei noch offen. Klar sei, dass Ärzte schon jetzt ihre Belastungsgrenzen erreicht hätten. Zudem stelle sich unter anderem die Frage, ob Impfstoff bereitstehe.

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