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MGV „Heimatklang“ Settel sagt geplante Theater- und Musikaufführungen ab

„Oll wä Schwien hatt“: Premiere erst im Frühjahr 2022

Lengerich

Die Corona-Pandemie lässt dem MGV „Heimatklang“ Settel keine andere Wahl: Nach der Absage im März müssen jetzt auch die Ersatztermine für die Komödie „Oll wä Schwien hatt“ Ende Oktober gestrichen werden. Das Stück wird jetzt im nächsten regulären Spieljahr der Gruppe im Frühjahr 2022 in der Gempt-Halle aufgeführt.

wn

Ziemlich hilf- und ratlos stehen derzeit MGV-Vorsitzender Ralf Krumme, Chorleiter Andreas Oeljeklaus, die Vereinswirtinnen Astrid Kahmann und Christa Stöppel sowie Theaterspielleiter Hartwig Nüßmeyer (von links) der aktuellen Corona-Situation im sonst so regen Setteler Vereinsleben gegenüber. Foto: Günter Tierp

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie treffe den MGV „Heimatklang“ Settel nach eigenen Angaben besonders hart, da drei ausverkaufte Aufführungen des Plattdeutschen Theaterstückes „Oll wä Schwien hatt“ in der Gempt-Halle, das Konzert „Deutsche Pophits“ des Kleinen Chores am 10. September, sowie das 50. Setteler Bierfassrollen im August abgesagt werden mussten. Ebenso die Proben für das im Frühjahr 2021 geplante Chorkonzert.

Insbesondere der Ausfall der Theatervorstellungen mit den entstandenen Kosten für die Gempt-Halle, die Ton- und Lichttechnik sowie Werbung reiße ein großes Loch in die Vereinskasse. Da kein Ende der Pandemie absehbar ist, hat der MGV-Vorstand in Abstimmung mit der Gempt-Halle jetzt die geplanten Ersatztermine der Aufführungen am 27., 28. und 29. Oktober abgesagt. „Es tut uns sehr leid für alle Theaterfreunde und für unsere engagierten Laienspieler“, bedauert Spielleiter Hartwig Nüßmeyer. Das Theaterstück werde jetzt ins Frühjahr des nächsten turnusmäßigen Spieljahres 2022 verschoben, ergänzt er. Bereits erworbene Eintrittskarten bleiben gültig. Der Vorverkauf startet im Dezember 2021 neu. Karten, die nicht mehr in Anspruch genommen werden, können bis zum 30. September per Post unter Angabe der Konto-IBAN zwecks Erstattung an Walter Schallenberg (Rethstraße 38 in 49525 Lengerich,  0 54 81/99 77 85) zurückgeschickt werden.

Sowohl die Sänger des MGV „Heimatklang“ als auch die Mitglieder des Kleinen Chores haben seit Anfang März nicht mehr geprobt. „Solange kein Impfstoff vorhanden ist, wird Chorgesang in der gewohnten Probenform nicht möglich sein“, stellt Chorleiter Andreas Oeljeklaus nüchtern fest. Und auch Vereinswirtin Christa Stöppel vom Gasthaus Beumer-Stöppel, wo die „Heimatklang“-Sänger seit ihrer Gründung im Jahr 1926 proben, beklagt: „Ihr fehlt mir montags sehr – so eine lange Zeit ohne Gesang hab ich hier noch nie erlebt“. Aus Altersgründen hat sie jetzt die Gaststätte an ihre Tochter Astrid Kahmann übergeben, wird aber weiter für ihre Sänger hinter der Theke stehen.

Wie die Auswirkungen nach Ende der Pandemie aussehen werden, mag Vorsitzender Ralf Krumme nicht einzuschätzen. „Da wir ein sehr intensives Vereinsleben pflegen und viele Mitglieder auch privat befreundet sind bin ich zuversichtlich, dass uns ein reibungsloser Neustart gelingen wird.“ Und auch Chorleiter Andreas Oeljeklaus ist sicher: „Gegen das Singen im Chor hat das Virus auf Dauer keine Chance“.

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