Inzidenzwert und Infiziertenzahl sinken

Pandemie weiter auf dem Rückzug

Lengerich

Eine Inzidenz von 30,3 und 31 Infizierte – die Corona-Lage in Lengerich entspannt sich weiter. Beim Blick auf den bisherigen Verlauf der Pandemie fallen noch andere Dinge auf. Zum Beispiel, dass es offenkundig eine Zusammenhang zwischen Todeszahlen und Impfungen gibt.

Von Paul Meyer zu Brickweddeund

Wären für die Lengericher nicht die kreisweiten Corona-Zahlen entscheidend, sondern die kommunalen – sie könnten auf noch weitreichendere Lockerungen der Regeln hoffen, als es sie nun ohnehin schon gibt. Am Freitag meldete die Stadtverwaltung den dritten Tag infolge eine Sieben-Tage-Inzidenz von unter 50, sie lag bei 30,3.

Und auch die Zahl der aktuell Infizierten geht derzeit Schritt für Schritt weiter zurück. 31 zählte die Kreisverwaltung (Stand Donnerstag, 18.30 Uhr), so wenige wie seit zwei Monaten nicht mehr. Bemerkenswert ist all das nicht zuletzt auch deshalb, weil in Lengerich noch im April im Vergleich mit den anderen Kommunen im Kreis zeitweise die meisten Infizierten gezählt worden waren und die Inzidenz Ende März rasant bis auf 376,4 empor geschnellt war. Beleg für den nun ebenso rapiden Rückgang: Seit Christi Himmelfahrt am 13. Mai wurden lediglich zehn Neuinfektionen registriert.

Bislang haben sich laut Statistik des Kreises 1092 Menschen in Lengerich mit Covid-19 infiziert, das sind rund 4,7 Prozent der circa 23 000 Einwohner. 22 Personen sind an oder mit Corona gestorben, 1039 gelten als gesundet.

Auffällig ist beim Pandemiegeschehen der vergangenen Wochen in Lengerich auch, dass im April zwar die mit Abstand höchsten Infektionszahlen seit Beginn der Corona-Krise im März 2020 aufgetreten sind, aber es seit Ende März lediglich einen weiteren Todesfall gegeben hat, laut Stadtverwaltung am 7. Mai. Zum Vergleich: Vom 19. Dezember bis zum 19. Februar, also einem ähnlich langen Zeitraum, stieg die Zahl der an oder mit Corona Verstorbenen in Lengerich von acht auf 18. Zu vermuten ist, dass diese Entwicklung mit den zunehmenden Impfungen zu tun und damit einhergehend dem verbesserten Schutz der Risikogruppen hat.

Beim Blick zurück auf die Situation vor einem Jahr wird vor allem eines deutlich: Die Entwicklung während der damaligen ersten Welle führte zwar zu scharfen Beschränkungen ähnlich denen, die zuletzt galten oder noch immer gelten. Doch das Ausmaß seinerzeit hatte in Lengerich bei Weitem nicht das Niveau der jetzt abflauenden dritten Welle. Die begann Mitte März, als die Zahl der Infizierte in der Stadt schon bei 24 lag und dann steil nach oben ging. Jetzt, über zwei Monate später, ist der Wert mit 31, wie beschrieben, zwar zuletzt erheblich zurückgegangen, liegt aber weit über dem vom 21. Mai 2020. Damals vermeldete der Kreis gerade einmal drei Infizierte in der Stadt. Und am 1. Juni gab es dann gar keinen akuten Fall mehr in Lengerich.

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