1. www.wn.de
  2. >
  3. Muensterland
  4. >
  5. Lengerich
  6. >
  7. Pfarrer Kossen: „Betriebsräte sind jetzt notwendig“

  8. >

Situation der Arbeiter in der Fleischindustrie

Pfarrer Kossen: „Betriebsräte sind jetzt notwendig“

Lengerich

 Nach dem Corona-Ausbruch bei Tönnies ging es plötzlich: Werkverträge in der Fleischindustrie wurden verboten. Jahrelang hatte Pfarrer Peter Kossen dafür gekämpft.  Wie geht es Kossen jetzt? Und hat sich für die Arbeiter etwas verbessert?

Von Bettina Laerbusch

Peter Kossen in seinem Büro in Lengerich: Hier, sagt er, gehe er auch auf und ab, um besser nachdenken zu können. Foto: Bettina Laerbusch

Vor gut einem Jahr – im Juni 2020 – eskalierte die Lage: Beim Fleischkonzern Tönnies in Gütersloh infizierten sich Hunderte mit dem Coronavirus. Am 24. Juni meldete die Tagesschau, dass mehr als 1550 Mitarbeiter des Tönnies-Schlachtbetriebs in Gütersloh positiv auf das Coronavirus getestet worden seien. Die Menschen, die dort arbeiten und in der Nähe lebten und leben, standen mit ihren Familien plötzlich im – grellen – Licht der Öffentlichkeit. Und mit ihnen dann auch ihre Arbeits- und Wohnverhältnisse, die viele in Deutschland bis dahin nicht für möglich gehalten hatten. Einer, der diese miesen Bedingungen schon jahrelang immer und immer wieder angeprangert hatte, war und ist Peter Kossen, Leitender Pfarrer der Gemeinde Seligen Niels Stensen in Lengerich. Nur relativ wenige Medien hatte ihm bis dahin zugehört – doch dann kamen sie alle: das ZDF, die ARD – hier war Kossen auch in der Sendung „Hart aber fair“ – „Die Zeit“, das Magazin „Focus“ und unzählige andere, die wissen wollten, was Kossen schon lange wusste.

Jetzt Angebot wählen und direkt weiterlesen!