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Umbenennung Karl-Wagenfeld-Straße

Politik uneins über den Weg

Lengerich

Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen hat die Umbenennung der Karl-Wagenfeld-Straße beantragt. Eine Entscheidung ist im Planungsausschuss nicht gefallen. Die soll der Haupt- und Finanzausschuss treffen.

Von Michael Baar

Soll umbenannt werden: Die Karl-Wagenfeld-Straße. Foto: Paul Meyer zu Brickwedde

Eine Entscheidung, ob die Karl-Wagenfeld-Straße umbenannt wird, ist am Donnerstagabend im Planungs- und Umweltausschuss nicht gefallen. Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen hatte diesen Schritt mit Verweis auf die Vita des westfälischen Literaten und Publizisten, der Sympathisant der nationalsozialistischen Ideologie war, in einem Antrag gefordert.

Der Arbeitskreis Stadtgeschichte im Heimatverein, der sich mit diesem Thema beschäftigt hat, kommt in einer Stellungnahme zu der Empfehlung, die Straße nicht umzubenennen, sondern das Straßenschild um einen Hinweis auf die Vita von Wagenfeld zu ergänzen. Zusätzlich wünscht sich der Arbeitskreis, dass die Stadt auf ihrer Internetseite einen Erläuterungstext zum Umgang mit umstrittenen Straßennamen einstellt.

Die Grünen wollen die Anlieger in die Diskussion einbeziehen, betonte Ulrich Weiß. In einer Anliegerversammlung könnten die Gründe für eine Umbenennung besprochen und Alternativvorschläge der Anlieger aufgenommen werden. Was Andreas Kuhn für die falsche Vorgehensweise hielt. Der SPD-Fraktionsvorsitzende fand es nicht richtig, den Anliegern zu sagen, dass die Straße umbenannt werde. „Man sollte ergebnisoffen mit den Bürgern sprechen“, riet er. Ein Zusatzschild unter Beibehaltung des Straßennamens sah er kritisch. Besser wäre es, bei einer Umbenennung einen Zusatz anzubringen, dass das früher die Karl-Wagenfeld-Straße gewesen sei und die Gründe zu nennen, die zur Umbenennung geführt haben.

Was Johannes Beck (Bündnis 90/Die Grünen) zur Frage veranlasste, was Andreas Kuhn denn machen würde, wenn die Anlieger auf Beibehaltung der Straßenbezeichnung bestehen würden? Entsprechende Stimmen wurden im Zuschauerraum laut. Letztlich fiel am Donnerstagabend keine Entscheidung. Bis zur Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses soll die Verwaltung die Beschlussvorlage überarbeiten. Denn die Alternative zur Umbenennung, das vom Arbeitskreis angeregte Zusatzschild, war den Kommunalpolitikern zu dürftig.

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