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Dyckerhoff-Werkszufahrt: Ratsmitglieder berichten von Lkw-Rückstaus

Prognosen sind Realität geworden

Lengerich

Entwickelt sich die Zufahrt zum Dyckerhoff-Werk zu einem lokalpolitischen Dauerbrenner? Nach der Sanierung der Lienener Straße wurde zunächst die Ampelschaltung für Fußgänger und Radfahrer bemängelt. Die wurde daraufhin geändert. Nun monieren Ratsmitglieder, dass es zu Rückstaus von Lkw kommt.

-mzb-

Es kann schon mal voll werden auf der Abbiegespur vor dem Dyckerhoff-Werk. Foto: Paul Meyer zu Brickwedde

Es waren gleich drei Lokalpolitiker, die in der jüngsten Sitzung des Stadtrates die Verkehrssituation an der Einfahrt zum Dyckerhoff-Werk thematisierten. Dort, so die Beobachtung von Jens Kröger (FDP), Ralf Niggenaber (CDU) und Gernot Gierschner (SPD), komme es immer wieder vor, dass derart viele aus Richtung Hohne kommende Lkw an der Ampel abbiegen wollen, sodass die Abbiegespur nicht mehr für sie reicht und somit der Geradeausverkehr behindert werde.

Das sei „nicht zufriedenstellend“ konstatierte Jens Kröger, der zugleich vermutete, dass bei Dyckerhoff nicht schnell genug abgefertigt wird. Ähnlich die Sicht von Gernot Gierschner, der mutmaßte, dass an der Zufahrt eine zweite Spur nicht genutzt wird. „Da ist die Ampel immer auf Rot.“

Bürgermeister Wilhelm Möhrke verwies auf rund 160 Lastwagen, die Dyckerhoff täglich ansteuerten und darauf, dass die Ampelschaltung erst Anfang 2021 umgestellt worden ist. Ein Umstand, den auch Steffi Fischer anführt.

Sie ist bei Dyckerhoff für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig und erinnert an bereits damals von ihr gemachte Aussagen. Seinerzeit ging es darum, es Radfahrern und vor allem Fußgängern leichter zu machen, die Werkszufahrt zu passieren. Wie sich herausstellen sollte, eine durchaus komplexe Sache. Ein eigens erstelltes Konzept umfasste 99 Seiten. Kreis und Stadt waren auch einzubinden. Schließlich wurde die Ampelanlage so programmiert, dass für Fußgänger und Radler immer Grün angezeigt wird, so lange kein Lkw das Werksgelände verlassen oder dorthin fahren möchte.

Steffi Fischer verwies bereits damals darauf, dass es in der Folge vermehrt zu Rückstaus auf den Abbiegespuren kommen und diese auch die Geradeausspuren betreffen könnten. Das ist offenbar eingetreten. Andere Faktoren wie technische Probleme an den Waagen oder deren Wartung könnten zwar auch einmal zu Rückstaus führen. Aber das seien Ausnahmefälle.

Ihren Angaben zufolge gibt es drei Waagen, deren Betrieb voll automatisiert sei: eine für die Einfahrt, eine für die Ausfahrt und eine, die für beide Richtungen zur Verfügung stehe.

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