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FabLab an der Bahnhofstraße startet Digital-Café

Räume zum Reden und zum Arbeiten

Lengerich

Corona-.bedingt hat das FabLaB Lengerich erst jetzt starten können. An der Bahnhofstraße 43 soll ein Digital-Café Menschen und Firmen zusammenbringen. Zudem gibt es vielfältige Möglichkeiten in der offenen Werkstatt.

Mittels VR-Brille ist der junge Mann (rechts) im virtuellen Haus unterwegs. Auf dem Bildschirm im Hintergrund ist die Perspektive des Brillenträgers zu sehen. Foto: Michael Baar

Die Orientierung in der virtuellen Welt gelingt relativ schnell. Mittels der Hände, beziehungsweise der von ihnen gehaltenen Griffe, steht man ruck-zuck vor den Hausmodellen. Ein Griff mit der virtuellen Hand in ein Modell – schon steht man in dem Haus, kann durch die Räume gehen, die Innenausstattung in Augenschein nehmen.

Es ist ein erster Einblick in das, was im Fablab Lengerich an der Bahnhofstraße 43 möglich ist. Und ein erster Schritt in das, was demnächst laufen soll in der digitalen Werkstatt mit angeschlossenem Arbeitsbereich. Die virtuelle Realität mittels Spezialbrille ist dabei nur ein Aspekt.

Maßgefertigte Umsetzung eigener Elektronikprojekte samt Auslegung, Layout und Fräsen eigener Platinen, 3D-Druck mit verschiedenen Materialien, Erstellung eigener Schriftzüge und Logos samt Anbringen auf Textilien aller Art oder als Wandsticker sowie aktuelle Software von Vektorprogrammen bis zur CAD-Software – die Möglichkeiten sind vielfältig.

Teck digital-Team

Wie das in der Praxis aussieht, demonstrieren an diesem Nachmittag Dominik und David vom Start-up Lemontree. Sie und ihre Mitgründer haben Schulungs- und Planungsprojekte für Firmen im Portfolio. „Als wir gegründet haben, hatten wir viele Fragen. Antworten haben wir im FabLab Münster gefunden, wo uns entsprechende Räume und Technik zur Verfügung gestellt wurde“, erzählt das Duo.

Neben dem eingangs beschriebenen virtuellen Hausrundgang setzen sie unter anderem auch auf Sicherheitsunterweisungen mittels 3D-Brille. „Dann wissen die Mitarbeitenden, wenn sie das erste Mal an einer Maschine stehen, wo Gefahrenpunkte sind.“

Das bei aller Euphorie beim Start der Blick weiter voraus gerichtet werden sollte, dafür steht Teckdigital, eine Schülerfirma von acht jungen Erwachsenen, die sie am Graf-Adolf-Gymnasium in Tecklenburg gegründet haben. Sie haben zunächst die schwarzen Bretter in der Schule durch digitale Info-Boards ersetzt. Dann kam noch eine Firma im Sauerland hinzu, der die Schüler das Konfektionieren der Ware mittels ihrer Software erheblich erleichtert haben.

Impulsgeber für digitale Geschäfte

So weit, so gut – bis auf die Tatsache, dass die Gymnasiasten fast alle schon ein Studium aufgenommen haben. „Unsere Firma ist nicht mehr aktiv“, stellen sie fest und kennen auch den Grund dafür: „Wir haben uns nicht darum gekümmert, wer‘s weitermacht.“

Hier will das FabLab ein Stück weit gegensteuern mit dem Digital-Café. Leute und Firmen zusammenbringen steht auf der Agenda, was durch regelmäßige Veranstaltungen erreicht werden soll. Das FabLab Lengerich ist nicht nur mit dem FabLab Münster vernetzt, sondern auch mit den beiden anderen Satelliten in Emsdetten und Ibbenbüren.

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