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Gülsen Tazegül stellt in der Kleinen Galerie der Volkshochschule aus

„Raus aus der grauen Zone“

Lengerich

Nach eineinhalb Jahren ist in der Kleinen Galerie der Lengericher Volkshochschule erstmals wieder eine Ausstellung zu sehen. Gezeigt werden Bilder von Gülsen Tazegül, unter dem Titel „Glückskind“ zeigt die 31-Jährige farbenfrohe Kunst.

Von Michael Baarund

Farbenfroh sind die Bilder von Gülsen Tazegül, die sie in der Kleinen Galerie der Volkshochschule Foto: Michael Baar

„Das Leben ist schon grau genug, ein Farbklecks gehört dazu“, sagt Gülsen Tazegül. Was die Künstlerin mit ihren Werken in der Kleinen Galerie der Volkshochschule eindrucksvoll unter Beweis stellt. Mit ihren teils großformatigen Bildern will sie die Betrachter „raus aus der grauen Zone“ holen.

Was ihr nicht nur mit verschiedenen Malstilen gelingt, sondern auch durch die Verwendung beziehungsweise Kombination verschiedener Techniken. Dabei geht die 31-Jährige Schicht für Schicht vor, vermischt in ihren Bildern Nass-, Spritz- und Strukturtechnik zu gegenständlichen, aber auch abstrakten Motiven. Und auch Gießharz verwendet die Lengericherin bei ihrer künstlerischen Arbeit.

Sie male, seit sie denken könne, erzählt sie. „Immer farbenfroh“, darauf legt sie Wert. Dass sie die erste Ausstellung seit rund eineinhalb Jahren in der Kleinen Galerie der Volkshochschule gestalten darf, erfülle sie mit Freude.

Dabei ist die Malerei für Gülsen Tazegül nur ein Hobby, „Ich arbeite als medizinische Fachangestellte“, sagt sie und fügt im gleichen Atemzug hinzu, dass sie auch studiere, als Künstlerin Workshops und Unterricht anbiete und auch ein eigenes Atelier in der Bahnhofstraße 20 betreibe.

„Meine Studienfächer Kunstgeschichte und Philosophie habe ich bewusst ausgewählt“, verweist sie darauf, dass in jedem Bild eine Geschichte stecke. „Die nimmt der Betrachter jeweils aus seiner persönlichen Perspektive wahr.“ Ganz bewusst malt sie die Gesichter von Personen – wenn die nicht ohnehin von der Seite oder hinten gezeigt werden – neutral. Auch das ein bewusster Ansatz, die Betrachter zum Nachdenken anzuregen.

Auch wenn die 31-Jährige sagt, das Malen sei ihr in die Wiege gelegt worden, ist sie davon überzeugt, dass jeder Mensch seine Gefühle auf eine Leinwand bringen könnte, um diese darzustellen. Ihr gelinge das, indem sie sofort auf Leinwand male. „Ich mache nie eine Skizze, damit hatte ich in der Schule ein Problem, wenn es im Kunstunterricht hieß, ‚macht erstmal drei Skizzen und dann schauen wir, welche umgesetzt wird‘“, räumt sie ein.

Die Ausstellung „Glückskind“ ist bis zum 15. Oktober während der Öffnungszeiten in der Kleinen Galerie der Volkshochschule, Bahnhofstraße 106, für Besucher zugänglich. Die 3G-Regel ist zu beachten.

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