1. www.wn.de
  2. >
  3. Muensterland
  4. >
  5. Lengerich
  6. >
  7. Ruhiger Start nach der Corona-Pause

  8. >

Jugendzentrum wieder offen

Ruhiger Start nach der Corona-Pause

Lengerich

Als „offenes Haus“ definiert sich das Lengericher Jugendzentrum. In Corona-Zeiten ist eine solche Philosophie allerdings schwer aufrechtzuerhalten. Das ist nach der Wiedereröffnung kaum zu übersehen. Dennoch sind die Verantwortlichen froh, dass es endlich wieder losgegangen ist.

Paul Meyer zu Brickwedde

An der Eingangstür werden Besucher des Jugendzentrums auf die Regeln hingewiesen, die im Haus wegen der Corona-Pandemie gelten. Foto: Paul Meyer zu Brickwedde

Immerhin, seit einer Woche ist das Jugendzentrum nach einer langen Corona-bedingten Pause wieder geöffnet. Aber wirklich glücklich ist Leiter Thomas Brümmer mit der derzeitigen Situation nicht. Die Einrichtung an der Bergstraße definiere sich als „offenes Haus“, sagt er. Da passe es kaum ins gewünschte Bild, wenn es wie jetzt massive Be- und Einschränkungen gebe.

Dass das der Sicherheit der jungen Gäste und des Mitarbeiterteams geschuldet ist, ist ihm natürlich bewusst. Anders funktioniere es während der Pandemie eben nicht. Somit müssen Kinder und Jugendliche erst einmal damit leben, dass sie nicht einfach rein stürmen können, sondern zunächst einmal vor der verschlossenen Tür stehen. Dabei gilt es zu etwaigen Freunden Abstand zu wahren und eine Maske zu tragen. Die, erklärt Brümmer, müsse auch im Treppenhaus, in den Fluren und auf der Toilette Mund und Nase bedecken. Abgenommen werden kann der Schutz in den sogenannten offenen Bereichen, also beispielsweise beim Tischfußball oder Billard. Wie in Restaurants oder beim Friseur liegen zudem Kontaktlisten bereit, um im Fall der Fälle nachvollziehen zu können, wer wann da war. Zur Sicherheit gibt es für die Mitarbeiter an einigen Stellen zudem Plexiglasscheiben.

Ob es an all diesen Dingen lag, dass in den ersten Tagen der Besucherandrang „überschaubar“ war, wie es der Leiter des Hauses formuliert. Brümmer geht eher davon aus, dass sich die Wiedereröffnung unter der Klientel des Jugendzentrums erst einmal wieder herumsprechen muss. Gleich am Mittwoch seien ein paar Grundschüler zu Gast gewesen, mit denen man bei einer der Ordnungsdienst-Runden ins Gespräch gekommen sei, die zuletzt im Auftrag der Stadtverwaltung absolviert wurden (WN berichteten). „Die wussten dann Bescheid.“ Die Gefahr der Überfüllung – maximal zwölf Besucher dürfen momentan zeitgleich ins Jugendzentrum – hat aber weder da noch danach bestanden.

Massiv wirkt sich die Corona-Pandemie aber nicht nur auf den Alltag an der Bergstraße aus. Inzwischen steht auch fest, dass das Sommerferienprogramm ebenfalls recht stark betroffen ist. Thomas Brümmer berichtet, es werde weder Tagesfahrten noch das sonst übliche mehrtägige Zeltlager in Vechta geben. Vorgabe der Landesregierung sei es, „möglichst ortsnah“ etwas anzubieten. So werde es auf die sechs Wochen verteilt diesmal 35 Veranstaltungen geben, kündigt der Leiter an.

Ab Donnerstag, 4. Juni, soll das Programm online stehen. Ab 13 Uhr und bis Freitag, 19. Juni, um 19 Uhr besteht dann die Möglichkeit, sich für die diversen Ferienprogramm-Aktionen anzumelden.

Wegen der Corona-Pandemie gelten im Jugendzentrum auch neue Öffnungszeiten: mittwochs, donnerstags und freitags 14 bis 16.30 Uhr (sechs bis elf Jahre) und 17 bis 20 Uhr (zwölf bis Jahre) sowie samstags 15 bis 17 Uhr (sechs bis elf Jahre) und 17.30 bis 20 Uhr (zwölf bis 21 Jahre).

Startseite