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Start der ANTL-Apfelannahme

Rund 15 Tonnen Obst für einen „Renner“

Tecklenburg

Früher als üblich hat die Apfelannahme bei der ANTL in Tecklenburg begonnen. Beim ersten Termin wurden rund 15 Tonnen Obst angeliefert. Damit waren die Organisatoren mehr als zufrieden.

-mzb-

Bernd Freickmann (r.) gehörte zusammen mit Karl-Heinz Löckener zu jenem kleinen Trupp von ANTL-Aktiven, der die vielen, vielen Äpfel entgegennahm. Foto: ANTL

Die Witterung hat dafür gesorgt, dass in diesem Jahr viele Apfelsorten früher geerntet werden als üblich. Für die Arbeitsgemeinschaft Naturschutz Tecklenburger Land (ANTL) Grund genug, den ersten Termin zur Annahme des Obstes nach vorne zu ziehen. Eine Maßnahme, die sich offenbar gelohnt hat. Bernd Freickmann, ANTL-Vorstandsmitglied und seit Langem aktiv bei der Aktion, berichtet, dass es an der Annahmestelle am Freibad am Montagnachmittag zeitweise eine lange Schlange von Lieferanten gegeben habe.

Er schätzt, dass über 15 Tonnen angeliefert worden sind. Eine Menge, wie er es bislang noch nicht erlebt habe. „Das reicht für etwa 10 000 Liter Saft.“ Der wird aus dem Obst gepresst und, so Freickmann weiter, erfreue sich immer größerer Beliebtheit bei den Konsumenten. Seinen Worten zufolge kamen über 50 Bürger, um Äpfel an die ANTL abzugeben. Die größte Ladung habe rund eineinhalb Tonnen gewogen.

Bei aller Freude über die aktuell so gut laufende Streuobstwiesensaft-Aktion, schaut der ANTL-Geschäftsführer auch ein wenig skeptisch auf die langfristige Entwicklung. Die meisten der Menschen, die mit Äpfeln vorfahren, seien älteren Semesters, Jüngere würden kaum nachkommen. „Viele wollen offenbar nicht mehr pflücken oder sich nach dem Fallobst bücken“, vermutet Freickmann. Ändere sich daran nichts, müsse auf Dauer mit erheblichen Rückgängen bei den Liefermengen gerechnet werden. Dabei, betont Freickmann weiter, sei das Produkt zu einem „großen Renner“ geworden. Zu bekommen ist der Saft unter anderem im Hofladen der ANTL und im Nahkauf in Tecklenburg, aber auch in einigen Getränke- und Raiffeisenmärkten sowie Edeka-Geschäften in der Region.

Weitere Termine zur Annahme von Äpfeln am Waldfreibad sind am Montag, 19. September, und am Dienstag, 4. Oktober, jeweils von 15 bis 18 Uhr. Möglicherweise wird es auch noch einen am 17. Oktober geben. Das Obst darf nicht gespritzt, nicht faulig oder matschig sein. Je 100 Kilogramm erhalten Lieferanten 20 Euro.

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