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Großveranstaltung findet ein großes Publikum

Schlendern, schlemmen und shoppen auf dem Römermarkt

Lengerich

Der Römermarkt hat am Sonntag Tausende Besucher in die Lengericher Innenstadt gelockt. An die Großveranstaltung angedockt war der erstmals ausgerichtete „Markt der Möglichkeiten“ auf dem Kirchplatz. Die Verantwortlichen zeigten sich mit dem Verlauf sehr zufrieden.

Der Rathausplatz bildete das Zentrum Foto: Paul Meyer zu Brickwedde

Der kleine Benjamin schaute mit großen Augen auf die vielen Anzeigen und Knöpfe. Wozu die alle da sind? Für den Sechsjährigen ein Rätsel. Der junge Römermarkt-Besucher war zusammen mit seinen Eltern zu Gast bei der Luftfahrtvereinigung Greven. Die hatten gleich ein ganzes Segelflugzeug mitgebracht, um in der Bahnhofstraße für den Verein zu werben. Nun saß Benjamin im Cockpit und inspizierte, was es zum Abheben von der Erde so alles braucht.

Es ist vor allem die große Vielfalt, die den Römermarkt auszeichnet. So war es auch am Sonntag, als Tausende bei Goldener-Oktober-Wetter zwischen Bodelschwingh- und Wapakonetaplatz schlenderten, schlemmten und shoppten. Vereine und kommerzielle Anbieter hatten zahlreiche Stände aufgebaut, an denen es reichlich zu essen und zu trinken gab, an denen es aber auch von Pflanzen über Lederwaren bis hin zum Frischfleisch eine Menge an Waren zu kaufen gab.

Es ist schon Traditio, dass die Oldtimerfreunde Wechte über dem offenen Feuer Eisenkuchen backen. Der Erlös ist für die Sternschnuppe Lengerich bestimmt. Foto: Paul Meyer zu Brickwedde

Daniel Gerdts vom DRK-Ortsverein berichtete, dass bereits am Samstag für die Zubereitung des Erbseneintopfs ordentlich geschält und geschnibbelt worden sei, bevor man die Suppe am Sonntagvormittag die Suppe gekocht habe. Der Lohn für die Mühen war das florierende Geschäft auf dem Römermarkt. Eiserkuchen der Oldtimerfreunde Wechte, Reibeplätzchen vom Heimatverein, Kuchen vom Roten Kreuz bereicherten neben den zahlreichen Imbissständen unter anderem das kulinarische Angebot. Wer wollte, konnte aber auch zur geräucherten Forelle greifen oder ein Eis in der Sonne genießen.

Zentrum des Geschehens war sicher der Rathausplatz. Durch die Sanierungsarbeiten in der Fußgängerzone gab es zur Altstadt eine Lücke, da in Höhe der Stadtkirche nur ein schmaler Durchgang für die Passanten blieb. Die Absperrung war erst am Freitag aufgestellt worden. Ob das unmittelbar vor dem Römermarkt wirklich sein musste, wird sich wohl der ein oder andere gefragt haben. Bis zum Wapakonetaplatz prägten wiederum vor allem Flohmarktstände das Bild, an denen Schallplatten ebenso zu haben waren wie Kinderspielzeug, Kleidung oder Geschirr. Mit der Öffnung der Geschäfte um 13 Uhr kam schließlich noch der fehlende letzte Römermarkt-Baustein hinzu.

Einen thematischen Schwerpunkt bildeten Oldtimer auf dem Römermarkt. Foto: Paul Meyer zu Brickwedde

City-Manager Michael Rottmann, der für die Werbegemeinschaft Lengerich (WGL), erstmals die Organisation übernommen hatte, schaute am Nachmittag gelassen und mit Genugtuung auf das rege Treiben in der Innenstadt. Es sei die richtige Entscheidung gewesen, erstmals seit Jahren den Römermarkt wieder bis zum Wapakoneta-Platz auszudehnen, „auch wenn es hier und da eine Lücke gab“. Schließlich sei es Ziel, die komplette Innenstadt zu beleben, also auch den östlichen Teil der Fußgängerzone, was am Sonntag gut funktioniert habe.

Und es habe sich wieder gezeigt, dass die Menschen ins Zentrum der Stadt kommen, wenn ihnen mit gelungenen Aktionen dazu ein Anlass geboten werde. Rottmann vergaß indes auch nicht zu erwähnen, dass Sonne und ideale Temperaturen ihren Teil zum Erfolg beitrugen. „Das Wetter hat uns natürlich voll in die Karten gespielt.“

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