Drei Auszubildende bei der Stadt

Schritt in neues Berufsfeld

Lengerich

Neue Wege beschreitet die Stadtverwaltung in der Ausbildung. Mit Julian Dilling wird erstmals eine Nachwuchskraft zum Fachinformatiker für Systemintegration ausgebildet.

Michael Baar

die drei neuen Auszubildenden in der Stadtverwaltung (von links): Luca Witt, Aimee Laker und Julian Dilling. Foto: Michael Baar

„Wir wollen EDV-Nachwuchs ausbilden und auch neue Berufsfelder erschließen“, begründet Gisela Zeppenfeld vom Fachbereich Zentrale Dienste diesen Schritt.

Gemeinsam mit dem 18-Jährigen haben auch Aimee Laker (15) und Luca Witt (16) den Start ins Berufsleben an der Tecklenburger Straße 2 unternommen. Die beiden Letztgenannten machen eine Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten. Was die erfahrene Kollegin freut: „Endlich haben wir mal wieder sehr junge Leute gefunden.“

Für Julian Dölling ist seit längerem klar, dass er im Bereich Informatik ins Berufsleben einsteigen will. „Am Gymnasium habe ich mich schon für das Wahlfach Informatik entschieden“, erzählt er. Obwohl das „Spaß gemacht hat“ entscheidet sich der Lengericher anders. Diesen Zwischenschritt beendet er mit dem Fach-Abitur und weiß dann, „ich will zurück zur Informatik“.

Warum es die Stadtverwaltung als Ausbildungsbetrieb geworden ist und nicht eine EDV-Firma? Die Antwort kommt umgehend: „Ich finde Verwaltung interessant mit Blick auf die anstehende Digitalisierung. Die ist das Grundgerüst für die Verwaltungsarbeit, und daran möchte ich gerne mitarbeiten.“

Dass für ihn der Weg durch alle Abteilungen des Hauses führen wird, nimmt er als selbstverständlich an. „Ich muss ja wissen, welche Bedürfnisse, welche Anforderungen dort an die EDV gestellt werden.“ Zwei externe Praktika gehören zu seiner Ausbildung.

Für Aimee Laker stand fest, dass sie nach der Schule eine Ausbildung in der öffentlichen Verwaltung machen will. Ein zweiwöchiges Praktikum an der Tecklenburger Straße 2 hat sie in ihrem Entschluss bestärkt: „Das hat gepasst.“

Für Luca Witt war nur klar, „dass ich nach der Schule eine Ausbildung machen will“. Doch die Erfahrungen in den Schulpraktika – Tischlerei und Zahntechniker – bestärkten ihn nicht, einen dieser Berufe anzustreben. „Was ich machen will, war mir klar nach einem freiwilligen Praktikum in der Gemeindeverwaltung Mettingen. Da habe ich im Bürgerbüro mitgearbeitet und gemerkt, das ist es.“ In den nächsten drei Jahren wird er, wie Aimee Laker und Julian Dilling, den gesamten Verwaltungsbetrieb der Stadt kennenlernen.

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