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2G-Bändchen jetzt auch im Lengericher Einzelhandel

Shoppen mit 2G-Bändchen

Lengerich

Entspannteres Einkaufen in der Vorweihnachtszeit, einem Papierbändchen sei Dank. Seit Montag setzen auch die Lengericher Einzelhändler auf 2G-Bändchen, die dezentral ausgegeben werden.

Von Joke Brocker

City-Manager Michael Rottmann (Mitte) überreichte Jenny Kolkmann, Inhaberin der Boutique „Tante Emma“ gestern die ersten 100 Bändchen. Die Geschäftsfrau hatte die Armbändchen-Aktion zum 2G-Nachweis angeregt. Ordnungsamtsleiter Martin Pogrifke (l.) unterstützte diese Maßnahme, die für Geschäftsleute wie Kunden eine Erleichterung sein dürfte, gerne. Foto: Joke Brocker

Bisher kannte man sie vor allem aus dem All-inclusive-Urlaub, die praktischen, einigen Urlaubern auch lästigen (Plastik-) Bändchen ums Handgelenk, – an denen das Hotel-Personal erkennt, dass, der Gast ein Rundum-sorglos-Paket gebucht hat. Während All-inclusive-Bändchen in Corona-Zeiten ziemlich out sind, sind nun allerorten – ausgenommen Bayern – 2G-Bändchen im Kommen. Ob Brandenburg, Berlin, Duisburg oder Düsseldorf – im Weihnachtsgeschäft setzen die Einzelhändler vielerorts auf die praktischen Armbändchen, die die Kontrolle der 2G-Nachweise (vollständig geimpft oder genesen) vereinfachen sollen.

Nachdem Jenny Kolkmann, Inhaberin der Boutique „Tante Emma“ in der Bahnhofstraße, einen entsprechenden Beitrag gesehen hatte, nahm sie Kontakt zu Citymanager Michael Rottmann auf und regte an, die Bändchen auch für den Lengericher Einzelhandel anzuschaffen.

Auf dem kurzen Dienstweg stimmte Rottmann das Verfahren mit Martin Pogrifke, Leiter des Ordnungsamtes, ab. Beide waren sich einig, dass mit Hilfe der Bändchen die Geschäftsleute in der Innenstadt bei den Kontrollen entlastet werden können. Außerdem, so Pogrifke, sei es auch für die Kunden angenehm, nicht in jedem Geschäft aufs Neue Impf- oder Genesenen-Nachweis hervorkramen zu müssen.

Am Freitag bestellte Michael Rottmann 5000 Bändchen, wie man sie aus dem Veranstaltungsbereich kennt. Die ersten 100 mit einer Klebe- und Sollbruchstelle versehenen und daher nicht wiederverwendbaren Papier-Bändchen, bedruckt mit dem Logo des Citymanagements, übergab er am Montagvormittag Jenny Kolkmann, ehe er mit seinem Lastenfahrrad zum CekaKaufhaus fuhr, das ebenfalls Bändchen geordert hatte.

„Morgen gibt es die Bändchen an fünf weiteren Stellen“, kündigte der Citymanager an. Die Ausgabe erfolge – anders als beispielsweise im benachbarten Ibbenbüren – dezentral, um Warteschlangen zu vermeiden und den Kunden das Aufsuchen einer weiteren Einrichtung vor dem Einkauf zu ersparen.

Erhältlich sind die 2G-Bändchen direkt über die Händler. Diese sind gehalten, sich vor der Ausgabe den Impf- oder Genesennachweis und den Personalausweis der Kunden zeigen zu lassen. „Die Bändchen müssen vor Ort, das bedeutet an der ausgebenden Stelle, angelegt werden, aber dann kann man mit einer einmaligen Kontrolle mehrere Geschäfte besuchen“, erläuterte Michael Rottmann das Prozedere.

Damit Fälschungen weitgehend ausgeschlossen werden können, sind die Bändchen mit dem Logo des Citymanagements und einem tagesaktuellen Datumsstempel versehenen. Gültig sind sie dann einen Tag lang nur im klassischen Einzelhandel des nicht-täglichen Bedarfs, für den auch die 2G-Regelung gilt, und in der Gastronomie.

Für Drogerien, Lebensmittelhandel, medizinische Versorgung und körpernahe Dienstleistungen gelten andere Bestimmungen.

Das 2G-Bändchen ist kein Freifahrtschein. Trotz Bändchen könnten und sollten die Kunden stichprobenartig kontrolliert werden, kündigte Martin Pogrifke an. Impf- oder Genesenenausweis und Personalausweis sollte daher auch beim vorweihnachtlichen Einkaufsbummel jede und jeder bei sich tragen.

Einzelhändler, die Interesse an einer Ausgabe der 2G-Bändchen haben, sollten sich mit dem Citymanagement über info@lengerich-marketing. de in Verbindung setzen.

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