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Politik debattiert erneut über geplante Tartanbahn

SPD, FDP und Grüne wollen TVL nicht zur Kasse bitten

Lengerich

Die geplante Tartanbahn im Stadion ist bereits wiederholt Thema in der Lokalpolitik gewesen. Am Mittwochabend war das erneut der Fall – allerdings ohne konkretes Ergebnis.

-mzb-

Die Laufbahn im Stadion ist in die Jahre gekommen. Das Handlungsbedarf besteht, ist unbestritten. Foto: Friedhelm Schäperklaus

Geredet worden ist eine Menge, entschieden worden (noch) nichts. Am Mittwochabend wurde im Ausschuss Soziales, Generationen, Sport erneut über die geplante Tartanbahn im Stadion debattiert. Streit entzündete sich am Antrag der CDU, die den TV Lengerich an der Mehrkosten beteiligen will.

Wie berichtet, bekommt die Kommune vom Land für das Vorhaben 460 000 Euro. Eigentlich hätte diese Summe alle Kosten abdecken sollen. Doch dann trat zutage, dass es eine Torfschicht unter dem Areal gibt, die vor der Sanierung der Leichtathletikanlagen entfernt werden muss. Die Verwaltung gab die geschätzten zusätzlichen Ausgaben mit 260 000 Euro an. Das sorgte in der Politik für Aufregung und Diskussionen. Doch am Projekt wollte man festhalten – zum einen, um sich nicht die Förderung entgehen zu lassen, zum anderen, weil man der festen Überzeugung ist, dass es eine neue, moderne Laufbahn braucht.

Die CDU indes verwies auf die Preußen, die sich am Bau des Kunstrasenplatzes finanziell beteiligen. Ähnlich solle die Stadt nun beim TVL verfahren. Das hieße, der Verein müsste zehn Prozent der Mehrkosten übernehmen. Dazu fand Mitte Juli ein Gespräch statt, in dem Verantwortliche des TV Lengerich mach Darstellung der Verwaltung dargelegt haben, welche Kosten für das Stadion bereits in der Vergangenheit übernommen worden sind.

SPD, FDP und Grüne vertraten am Mittwochabend die Auffassung, dass es nicht zulasten eines Vereins gehen könne, wenn durch Versäumnisse von Verwaltung und Politik finanzielle Belastungen entstehen. Klaus Reiher verwies wiederum für die CDU darauf, dass auch die Preußen abseits der Kostenbeteiligung am Kunstrasenplatz bereits Ausgaben für das Stadion getätigt hätten. Er betonte aber auch, dass die CDU das Vorhaben nicht infrage stelle.

Bei einer solchen Position, erwiderte der SPD-Fraktionsvorsitzende Andreas Kuhn, fehle gegenüber dem TVL jegliches Druckmittel, wolle man auf einer Kostenbeteiligung beharren. „Ich verstehe ihre Vorgehensweise nicht.“

Am Dienstag, 14. September, wird das Thema in der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses erneut auf der Tagesordnung stehen. Derweil arbeitet die Verwaltung bereits an der Umsetzung des Vorhabens.

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