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Michael Bilharz radelt durch Deutschland

Stadt ist Etappenziel bei der Klimawette

Lengerich

333 Lengericherinnen und Lengericher möchte Dr. Michael Bilharz für die Aktion „Kickt die Tonne“ begeistern. Am Samstag um 13.30 Uhr macht der Initiator der Klimawette Station auf dem Rathausplatz in Lengerich.

Von Michael Baar

Mit einem Lastenrad und einer Tonne CO2 ist Dr. Michael Bilharz in Deutschland unterwegs. Er hat diese Aktion des Vereins „3 fürs Klima“ initiiert und macht am Samstag, 28. August, in Lengerich auf dem Rathausplatz Station.

Über 6000 Kilometer will der wissenschaftliche Mitarbeiter im Bundesumweltamt in 100 Tagen in Deutschland radeln. Unter dem Motto „Kickt die Tonne“ will er nach Angaben des Vereins spielerisch zeigen, wie jede Person einfach einen wichtigen Beitrag für den Klimaschutz leisten kann. Bis zur nächsten Weltklimakonferenz Anfang November im schottischen Glasgow will er eine Million Menschen gewinnen, die zusammen eine Million Tonnen Kohlendioxid (CO2) einsparen.

Mitmachen ist laut Pressemitteilung ganz einfach. Auf der Internetseite www.klimawette.de kann jeder aus einen Liste von 20 Vorschlägen aussuchen, welchen Vorsatz für den Klimaschutz er umsetzen will. Das reicht vom LED-Lampentausch über einen fleischfreien Monat bis zum autofreien Arbeitsweg oder einem solaren „Balkonkraftwerk“. Ebenfalls im Angebot: Mit einer Spende an gemeinnützige Kompensationsdienstleiter können konkrete Klimaschutzprojekte unterstützt werden. Dazu gehören beispielsweise Solar- und Effizienzprojekte sowie Aufforstungs- und Pflanzenkohle-Projekte, schreibt der Verein.

Umgerechnet auf die Einwohnerzahl Lengerichs entsprechen dem Millionenprojekt 333 Einwohner, die mitmachen. „Das ist zu schaffen und wäre gleichzeitig ein beeindruckendes Zeichen für den Klimaschutz“, ist Michael Bilharz überzeugt. Und dann ist da noch die Klimawette. In der wird die Stadt Lengerich aufgefordert, die Herausforderung anzunehmen, eine eigene Klimawette auszurufen und bis November 333 Tonnen CO2 einzusparen. Eine Städteliga ermöglicht den direkten Vergleich mit anderen Städten.

„Klimaschutz geht leichter, wenn man ihn nicht als Belastung, sondern als sportliche Herausforderung begreift“, sagt Michael Bilharz. Schließlich lege man sich beim Sport oft mächtig ins Zeug und habe Freude daran. „Warum soll das nicht auch bei der Sicherung unserer Lebensgrundlagen möglich sein?“

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