Eichenprozessionsspinner

Stadt Lengerich warnt nach wie vor

Lengerich

Wer in Lengerich im Grünen unterwegs ist, wird früher oder später auf sie stoßen: die Hinweisschilder der Stadt, mit denen vor dem Eichenprozessionsspinner gewarnt wird. Sie haben nach wie vor ihre Berechtigung.

Paul Meyer zu Brickwedde

Circa 75 solcher Hinweisschilder sind in Lengerich angebracht worden. Foto: Paul Meyer zu Brickwedde

Streng genommen entspricht die Botschaft, die auf den Hinweistafeln steht, nicht mehr ganz dem aktuellen Stand. An circa 75 Stellen warnt die Stadtverwaltung nach wie vor vor dem Eichenprozessionsspinner. Doch die meisten Falter sind inzwischen tot. Die Gefahr, die von den Tieren ausgeht, ist gleichwohl noch nicht gebannt.

Was dem Menschen weiterhin zu schaffen machen kann, sind die Härchen der Raupen. Die bleiben millionenfach in den Nestern zurück. Kommt der Mensch mit ihnen in Berührung, weil sich die winzigen Teilchen beispielsweise in der Kleidung oder auf Schuhen befinden und von dort auf die Haut und Schleimhaut gelangen, kann es durch ein in den Härchen enthaltenes Nesselgift zu gesundheitlichen Problemen kommen. Angefangen bei Hautausschlägen über Bindehautentzündungen bis hin zu Asthma-Anfällen und lebensbedrohlichen allergischen Schocks.

Zahlen, wie viele Bürger Lengerichs davon in den vergangenen Wochen und Monaten betroffen waren, gibt es in der Verwaltung keine. Allerdings heißt es in einer Antwort auf eine Anfrage der WN: „Gesundheitliche Einschränkungen in Form von allergischen Reaktionen in unterschiedlich starker Ausprägung sind uns bekannt.“

Die Stadt hat die rund 75 Schilder allesamt an Stellen angebracht, an denen Eichen auf kommunalem Grund betroffen sind. Die Zahl der Orte, an denen Eichenprozessionsspinner aktiv war und ist, dürfte demnach wesentlich höher sein. Nur in Ausnahmefällen (zum Beispiel an Schulen) hat die Verwaltung Unternehmen damit beauftragt, die kleinen Plagegeister und deren Nester zu entfernen. Die Kosten dafür werden sich etwa im Rahmen des Vorjahres bewegen. Es geht um nicht ganz 10 000 Euro.

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