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Volkshochschule bietet zwei Exkursionen an

Tadeusz-Ausstellung ist erstes Ziel

Lengerich

Nach dem Corona-bedingten Stopp der Exkursionen wagt die Volkshochschule jetzt den Neustart. Die Ausstellung mit Werke von Norbert Tadeusz im Museum für Kunst und Kultur in Münster ist das erste Ziel. Danach steht das Diözesanmuseum Paderborn auf dem Tourenplan.

wn

Das Gemälde vom Palio in Siena aus dem Jahr 1995 trägt den Titel „Cavalli 3“. Es ist im LWL Museum für Kunst und Kultur zu sehen, das Ziel einer Exkursion der VHS Lengerich ist. Foto: Wilfried Gerharz

Nach der langen Kulturpause freut sich Angelika Weide, Leiterin der Volkshochschule, darauf, in den Sommerferien „endlich ein Kulturprogramm wieder hochfahren zu können“. Viele Kunden hätten sich sehr danach gesehnt und des Öfteren nachgehakt, weil sie den Start nicht verpassen wollten, heißt es in einer Pressemitteilung der Bildungseinrichtung.

„Da die Museen sich nur vorsichtig und je nach Größe und Kapazität an eine Öffnung mit Führung herangetraut hatten, mussten wir Woche für Woche unsere Recherche aktualisieren, um den Startschuss nicht zu verpassen“, erklärt die Pädagogin. Jetzt wird mit einer Fahrt zum LWL Museum für Kunst und Kultur in Münster der erste Schritt getan. Ziel ist dort am Samstag, 18. Juli, die Ausstellung „Norbert Tadeusz“.

Norbert Tadeusz (1940 - 2011) war einer der wichtigsten figurativen Maler seiner Generation. Seine erste Einzelausstellung fand 1970 im Kunstmuseum Düsseldorf (heute Kunstpalast) statt, als Tadeusz gerade 29 Jahre alt war. 1975 wurden seine Werke erstmals in Münster im Westfälischen Landesmuseum gezeigt. In beiden Sammlungen befinden sich heute Werke dieses Künstlers, der besonders in Düsseldorf, aber auch viele Jahre in Münster als Maler und Lehrer wirkte, schreibt die VHS. Die mitunter drastischen Darstellungen seiner teils großformatigen Bilder berühren den Betrachter und prägen sich ihm unwillkürlich ein. Tadeusz präsentiert Gegenstände aus ungewöhnlichen Blickwinkeln, Figuren sind oft in extremen Körperhaltungen dargestellt. Er war fasziniert vom Motiv der Frau – als Muttergottheit und Verkörperung der Natur ebenso wie als Projektionsfläche seiner Ängste, Sehnsüchte und Begierden.

In sechs Ausstellungsräumen werden die Themen „Sakrales“, „Pferderennen“, „Fleisch und Leiber“ sowie „Interieurs“ gezeigt. Treffpunkt zur Führung ist am 18. Juli um 10.45 Uhr im Foyer des Museums. Die Führung dauert 90 Minuten und wird unter Einhaltung der aktuellen Hygienevorschriften durchgeführt.

Am Dienstag, 4. August, geht es mit dem Bus um 9 Uhr (Einstieg Bahnhofstraße /katholische Kirche) nach Paderborn in das Diözesanmuseum. Peter Paul Rubens war bereits zu Lebzeiten der Star seiner Zunft. Von seiner Werkstatt in Antwerpen aus verbreiteten sich neuartige Bildideen in ganz Europa – bis nach Paderborn. Ausgehend von der prachtvollen Neuausstattung des Paderborner Doms im 17. Jahrhundert zeichnet eine Ausstellung diese Verbreitungs- und Erfolgsgeschichte nach.

Präsentiert werden nach Angaben der VHS noch nie gezeigte Skizzen und Modelle von Rubens und seinen Kollegen.

Die einstündige Führung beginnt um 11.15 Uhr, danach bleibt Gelegenheit für eine Mittagspause und einen weiteren privater Rundgang durch die Ausstellung. Voraussichtliche Rückkehr in Lengerich wird gegen 17 Uhr sein. Die Kosten belaufen sich (inklusive Fahrt, Eintritt und Führung) auf 49 Euro pro Person.

Eine eigene Ausstellungsabteilung im Diözesanmuseum widmet sich Konzepten und Wahrnehmungsweisen des Barock in der zeitgenössischen Kunst. Dort stehen Künstler wie Gerhard Richter, Tony Cragg oder Hans Op de Beeck mit ausgewählten Werken im Mittelpunkt.

Anmeldungen sind ab sofort im VHS-Büro ( 0 54 81-93 88-0, E-Mail info@vhs-lengerich.de) möglich.

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