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Lengericher muss sich wegen Messerangriff vor dem Landgericht verantworten

Tatvorwurf versuchter Totschlag

Lengerich/Münster

In den frühen Morgenstunden des 15. Juli 2018 wurde in der Lengericher Innenstadt ein junger Mann mit einem Messer angegriffen und schwer verletzt. Ab dem 7. Juni muss sich wegen der Tat ein 40-Jähriger vor dem Landgericht Münster verantworten. Ihm wirft die Staatsanwaltschaft unter anderem versuchten Totschlag vor.

Foto: dpa

Fast drei Jahre nach der Tat muss sich ein 40 Jahre alter Mann aus Lengerich ab kommender Woche Montag vor dem Landgericht Münster verantworten. Ihm wird vorgeworfen, in den frühen Morgenstunden des 15. Juli 2018 in der Lengericher Innenstadt einen damals 23-Jährigen aus Lienen mit Messerstichen schwer verletzt zu haben.

Dabei kam es laut Anklage offenbar zu einer Art Doppelangriff. Nachdem die beiden Männer in jener Nacht gemeinsam unterwegs gewesen waren, eskalierte die Situation im Bereich Münsterstraße/Wielandstraße. Zunächst erlitt das Opfer eine Schnittverletzung am Hals. „Nachdem der Geschädigte seine Wunden versorgt habe, soll dieser den Angeklagten zur Rede gestellt haben. Hierbei soll der Angeklagte dem Geschädigten einen Messerstich in die rechte Lunge versetzt haben. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass er hierbei den Tod des Opfers billigend in Kauf genommen hat“, informiert das Landgericht über den Fall.

Dem Geschädigten soll es anschließend sogar noch gelungen sein soll, den Angreifer zu entwaffnen. Während der sich dann vom Tatort entfernt haben soll, alarmierten Zeugen Rettungskräfte und Polizei. Das Messer hatten seinerzeit Anwohner in der Nähe des Tatortes gefunden.

Die Anklage gegen den 40-Jährigen lautet unter anderem auf versuchten Totschlag. Für den Prozess sind drei Verhandlungstage angesetzt.

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